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    <title>il giardino</title>
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    <dc:publisher>Blogger.de</dc:publisher>
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    <title>wie es weitergeht</title> 
    <link>https://giardino.blogger.de/stories/2417675/</link>
    <description>
      Zum einen konnten durch die &amp;uuml;berw&amp;auml;ltigende Spendenbereitschaft unseres kleinen Bloggerdorfs die Festplatten von blogger.de nun doch zu einem gro&amp;szlig;en Teil wieder hergestellt werden, darunter auch voraussichtlich fast alle Bilder aller meiner Blogs (und &lt;a href=&quot;http://gesichter.blogger.de/&quot;&gt;Gesichter&lt;/a&gt;). Yay!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen habe ich jetzt eine neue digitale Bleibe gefunden: &lt;b&gt;&lt;a href=&quot;http://streifzug.me&quot;&gt;streifzug.me&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;. &lt;br /&gt;
Layout, Verkn&amp;uuml;pfungen, Benachrichtigungen usw. sind sicher noch nicht perfekt, und in den kommenden zwei Wochen wird sich daran vermutlich auch nicht viel &amp;auml;ndern, weil die M&amp;ouml;we und ich in den Urlaub fahren. Aber ihr k&amp;ouml;nnt ja schon einmal eure Empfangsger&amp;auml;te auf die neue Frequenz einstellen: &lt;a href=&quot;http://streifzug.me&quot;&gt;Webseite&lt;/a&gt; | &lt;a href=&quot;http://www.streifzug.me/?feed=rss2&quot;&gt;RSS-Feed&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen uns!
      
    </description>
    <dc:publisher>Blogger.de</dc:publisher>
    <dc:creator>giardino</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2014 giardino</dc:rights>
    <dc:date>2014-07-09T19:53:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="https://giardino.blogger.de/stories/2413128/">
    <title>Adieu, kleiner Garten</title> 
    <link>https://giardino.blogger.de/stories/2413128/</link>
    <description>
      Jetzt sitze ich immer noch etwas ratlos vor diesem Eingabefenster, wie ich schon die vergangene Woche ratlos davor sa&amp;szlig;. Der &lt;a href=&quot;https://info.blogger.de/stories/2410473/&quot;&gt;gro&amp;szlig;e Plattencrash&lt;/a&gt; von blogger.de hat das allermeiste von dem, was nicht Text war, ins Nirvana bef&amp;ouml;rdert. Das sind in meinem Fall an die 400 Bilder hier, 300 Bilder des Fotoblogs &lt;a href=&quot;http://sichtfeld.blogger.de&quot;&gt;sichtfeld&lt;/a&gt;, 300 Bilder auf dem Altblog &lt;a href=&quot;http://bluesky.blogger.de&quot;&gt;blue sky&lt;/a&gt; sowie unz&amp;auml;hlige Fotos, die ich auf Gemeinschaftsblogs wie &lt;a href=&quot;http://interieur.blogger.de&quot;&gt;Interieur&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://blackandwhite.blogger.de&quot;&gt;Black &amp;amp; White&lt;/a&gt; oder dem von mir ins Leben gerufenen und besonders geliebten Blog &lt;a href=&quot;http://gesichter.blogger.de&quot;&gt;Gesichter&lt;/a&gt; hochgeladen hatte, plus einige Mediendateien wie z. B. die Soundslides mit Motiven aus dem Sardinienurlaub.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuchsweise habe ich einige Stunden damit zugebracht, mal nur die Sichtfeld-Fotos wieder herzubringen; wenn ich nicht die Originale wieder heraussuchen und bearbeiten m&amp;ouml;chte, habe ich noch ca. 275 von 330 Fotodateien auf verschiedenen Festplatten. Und das ist schon ein Optimum. F&amp;uuml;r dieses Blog hier ist das noch deutlich schwieriger; hier habe ich unstrukturiert und von allen m&amp;ouml;glichen Endger&amp;auml;ten aus Bilder bearbeitet und hochgeladen, teilweise in stundenlanger Kleinarbeit zu Collagen zusammengebastelt. Und vom Versuch, &amp;uuml;ber Web-Cashes Bilder aus 8 Jahren zu restaurieren, sind kaum bessere Quoten zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne die Bilder ist dieses Blog f&amp;uuml;r mich kaum die H&amp;auml;lfte wert (Sichtfeld sogar gar nichts). Wie ein Fotoalbum, in dem nur noch Bildunterschriften und leere Klebeecken sind. Und auf dieser Basis weiterzumachen mit verbleibenden Platzhalterk&amp;auml;stchen in dem, was &amp;auml;lter als der heutige Tag ist, f&amp;uuml;hlt sich f&amp;uuml;r mich nicht richtig an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits. Sicher bin ich traurig, weil mir vor allem auch dieses pers&amp;ouml;nliche Webtagebuch verloren gegangen ist, in dem ich immer mal wieder st&amp;ouml;bern konnte, was ich so vor 2, 3, 4, ..., 8 Jahren erlebt und gedacht habe &amp;#8211; aber eigentlich will ich gar nicht gro&amp;szlig; lamentieren. Was passiert ist, ist passiert, und die zuletzt hom&amp;ouml;opathische Zahl von Blogeintr&amp;auml;gen pro &lt;s&gt;Woche&lt;/s&gt; &lt;s&gt;Monat&lt;/s&gt; Quartal zeigt ja schon an, dass sich hier ohnehin schon irgendetwas f&amp;uuml;r mich &amp;uuml;berholt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wei&amp;szlig; nicht, ob oder womit ich weitermachen werde. Ich wei&amp;szlig; ja noch nicht einmal, warum bloggen eigentlich seinen Reiz f&amp;uuml;r mich verloren hat (im Gegensatz zu Twitter) und mit welchen Voraussetzungen oder Themen es wieder spannend werden k&amp;ouml;nnte. Aber unter dieser Adresse ist es auf jeden Fall Vergangenheit. Insofern verstehe ich den Crash als einen &amp;auml;u&amp;szlig;eren Anstupser f&amp;uuml;r etwas, das ohnehin Zeit wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielen, vielen Dank f&amp;uuml;r euer best&amp;auml;ndiges und f&amp;uuml;r mich immer wieder erstaunliches Interesse an dem, was ich hier fabriziert habe und eure Beteiligung daran, eure Gedanken und (Gegen-)Meinungen. Das bedeutet mir viel; ihr habt den Garten zu dem Ort gemacht, den ich mir &lt;a href=&quot;http://giardino.blogger.de/stories/1031600/&quot;&gt;zu Beginn erw&amp;uuml;nscht hatte&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht das T&amp;ouml;rchen hinter euch zu, wenn ihr geht. :-)
      
    </description>
    <dc:publisher>Blogger.de</dc:publisher>
    <dc:creator>giardino</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2014 giardino</dc:rights>
    <dc:date>2014-06-22T11:09:00Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="https://giardino.blogger.de/stories/2401521/">
    <title>re:publica 2014 &amp;#8211; kleine Video-Nachlese</title> 
    <link>https://giardino.blogger.de/stories/2401521/</link>
    <description>
      In dieser Woche fand die re:publica in Berlin statt, wo wieder einmal mehrere Tage lang auf verschiedenen B&amp;uuml;hnen parallel &lt;a href=&quot;http://re-publica.de/event/1/sessions&quot;&gt;die unterschiedlichsten Themen zu Netz, Gesellschaft, Medien und Wirtschaft&lt;/a&gt; diskutiert wurden.  Da es unm&amp;ouml;glich ist, all das anzuschauen (zeitlich, interessensm&amp;auml;&amp;szlig;ig, aber auch technisch &amp;#8211; nur ein Teil der Vortr&amp;auml;ge ist als Stream auf Youtube dokumentiert), hier ein paar Empfehlungen aus der kleinen Zahl von Veranstaltungen, die ich in den letzten Tagen angeschaut habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich schon ein paar Stunden damit verbracht habe, solltet ihr vielleicht auch was davon haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sascha Lobo &amp;#8211; Rede zur Lage der Nation&lt;/b&gt; [Video 70 min]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;480&quot; height=&quot;270&quot; src=&quot;//www.youtube.com/embed/3hbEWOTI5MI?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als Auftaktrede zur re:publica verstehen, eine echte Predigt an die Netzgemeinde, in der Lobo seiner Entt&amp;auml;uschung und Wut Luft macht &amp;#8211; aber nicht nur dar&amp;uuml;ber, dass die Geheimdienste das Internet kaputt gemacht haben, sondern vor allem auch &amp;uuml;ber die offensichtliche Unf&amp;auml;higkeit der Netzgemeinde*, dem irgendetwas entgegenzusetzen, von einem positiven und konstruktiven Gegenentwurf bis hin zur Finanzierung dringend notwendiger Lobbyarbeit in punkto digitaler B&amp;uuml;rgerrechte. Er vergleicht die Situation mit dem LBV in Bayern, der ein Vielfaches der Gelder und Ressourcen f&amp;uuml;r den Vogelschutz einnimmt, um sich beispielsweise um die &lt;a href=&quot;http://giardino.blogger.de/stories/2298571/#2298572&quot;&gt;Bekassine&lt;/a&gt; zu k&amp;uuml;mmern.&lt;br /&gt;
Etwas anstrengender Vortrag, auch, weil Lobo selbst stark angespannt wirkt, aber sehenswert &amp;#8211; nicht nur wie immer wegen seines Humors, sondern weil er einen Impuls gab, der offenbar in viele andere Vortr&amp;auml;ge hineinwirkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*: Yasmina Banaszczuk hat einen eigenen Vortrag &quot;Get Real, Netzgemeinde&quot; gehalten, in dem sie dem Wesen und Definition dieser Gruppe auf den Grund geht. Leider ist das Video nicht online, und der &lt;a href=&quot;https://voicerepublic.com/venues/193/talks/635&quot;&gt;Audiostream davon&lt;/a&gt; akustisch so vermurkst, dass ich ihm nicht folgen konnte. H&amp;auml;tte ich gerne gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Felix Schwenzel &amp;#8211; Wie ich lernte, die &amp;Uuml;berwachung zu lieben&lt;/b&gt; [Video 40 min]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;480&quot; height=&quot;270&quot; src=&quot;//www.youtube.com/embed/J-tgi5WV7LE?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch schon Lobo (auf den er sich nat&amp;uuml;rlich mehrfach bezieht) versucht auch ix, Gedanken und Schritte zu formulieren, mit denen wir raus aus der Misere um die &amp;Uuml;berwachung und der daraus resultierenden L&amp;auml;hmung und Entt&amp;auml;uschung kommen k&amp;ouml;nnen. Dazu vergleicht er das Internet z. B. mit dem Auto, das auch viel Zeit und technologische Neuerungen gebraucht habe, bis es so sicher, komfortabel und nutzbar werden konnte. Auch wenn ich diese Analogie eher nicht so passend finde, weil sie die machtpolitischen Ursachen des &amp;Uuml;berwachungswahns ausblendet (es gibt gro&amp;szlig;e Kr&amp;auml;fte, die auch weiter wollen, dass das Internet so kaputt bleibt) &amp;#8211; ix schafft es wie immer, gute Gedanken ausgesprochen unterhaltsam zu pr&amp;auml;sentieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Viktor Mayer-Sch&amp;ouml;nberger &amp;#8211; Freiheit und Vorhersage: &amp;Uuml;ber die ethischen Grenzen von Big Data&lt;/b&gt; [Video 57 min]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;480&quot; height=&quot;270&quot; src=&quot;//www.youtube.com/embed/XRPFSbxybxs?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oxford-Professor f&amp;uuml;r Internet Governance erkl&amp;auml;rt eindringlich, was &lt;i&gt;Big Data&lt;/i&gt; ist, warum es unseren Begriff von (Lebens-)Zeit ver&amp;auml;ndert und was so gef&amp;auml;hrlich und unmenschlich daran ist, aus Daten Schl&amp;uuml;sse &amp;uuml;ber das zuk&amp;uuml;nftige Verhalten eines Individuums zu ziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hannah Fry - Predicting a Riot&lt;/b&gt; [Video 10 min]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;480&quot; height=&quot;270&quot; src=&quot;//www.youtube.com/embed/cY5iARq0nCc?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Talk selbst ist leider auch nicht online, aber es gibt z. B. dieses gleichnamige Video, in dem die Mathematikerin erkl&amp;auml;rt, anhand welcher Modelle sie versucht, Muster in sozialen Unruhen zu finden und zu analysieren, die der Polizei helfen sollen, Voraussagen &amp;uuml;ber Ort, Zeit und Personen der n&amp;auml;chsten Attacken zu treffen und entsprechend entgegenzuwirken. Damit das genaue Gegenst&amp;uuml;ck zum vorherigen Vortrag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Laurie Penny &amp;#8211; Networked Consent: Dreaming and Desire in the 21st Century&lt;/b&gt; [Video 57 min]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;480&quot; height=&quot;270&quot; src=&quot;//www.youtube.com/embed/JNiOaLWj_68?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Journalistin und Aktivistin versucht, den Ver&amp;auml;nderungen und M&amp;ouml;glichkeiten auf den Grund zu gehen, die das Netz heute Aktivisten und unterschiedlichsten Gruppierungen bietet. So begeistert und begeisternd ihr Vortrag irgendwie ist, ein wenig fehlte mir, worauf er letztlich hinaus wollte. Was ich au&amp;szlig;erdem nicht glaube, ist, dass unsere Form repr&amp;auml;sentativer Demokratie erst in neuerer Zeit fehlerhaft und an vielen Stellen unglaubw&amp;uuml;rdig geworden ist. Mit Blick zum Beispiel auf Nachkriegsdeutschland im Vergleich zu heute glaube ich, dass das Netz anhand der vielen individuellen Stimmen und Geschichten nur mehr und mehr offen legt, wo unsere Machtapparate (seit jeher) nicht wirklich in unserem Sinne agieren, wo Menschen an den Folgen von Politik leiden, und dass es alle Reaktionen darauf deutlich verst&amp;auml;rkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, anhand dieses und des vorhergehenden Beitrags insbesondere auch wahrzunehmen, wieviel verh&amp;auml;rteter die gesellschaftlichen Fronten in Gro&amp;szlig;britannien sind &amp;#8211; auf der einen Seite diejenigen, die rein auf die Symptome sozialer Unruhen fokussieren, und auf der anderen Seite die Entt&amp;auml;uschten und W&amp;uuml;tenden, die jedes Vertrauen in Politik verloren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Teresa B&amp;uuml;cker &amp;#8211; Burnout &amp;amp; Broken Comment Culture&lt;/b&gt; [Video 30 min]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;480&quot; height=&quot;270&quot; src=&quot;//www.youtube.com/embed/khX9Hd0s3iU?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter mit dem Thema Online-Aktivismus. Einer der besten Vortr&amp;auml;ge, die ich bis jetzt gesehen habe. Die Journalistin und Social-Media-Referentin der SPD-Bundestagsfraktion geht der Frage nach, was es hei&amp;szlig;t, sich im Netz zu engagieren, warum viele dabei ausbrennen und sich zur&amp;uuml;ckziehen, was Gruppen von Netzaktivistinnen tun bzw. nicht tun sollten, um breitenwirksam und schlagkr&amp;auml;ftig zu werden und wie sie der Gefahr entgehen, durch ausschlie&amp;szlig;endes Verhalten m&amp;ouml;gliche Mitstreiterinnen vor den Kopf zu sto&amp;szlig;en. Ein Appell, die eigenen Urteile &amp;uuml;ber Andere immer wieder zu hinterfragen und die gemeinsamen Energien f&amp;uuml;r das zu b&amp;uuml;ndeln, was einem am Herzen liegt. Satz f&amp;uuml;r Satz durchdacht und klug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Lucie H&amp;ouml;hler &amp;#8211; History Repeating? Wenn Nerds Geschichte schreiben&lt;/b&gt; [Video 25 min]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;480&quot; height=&quot;270&quot; src=&quot;//www.youtube.com/embed/6kNN0XtB2zQ?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Online-Redakteurin und Medienwissenschaftlerin spricht &amp;uuml;ber Wissenschafts- und neuere Technikgeschichte, ihre Reflektion in B&amp;uuml;chern und Filmen, und wie insbesondere Frauen darin buchst&amp;auml;blich unsichtbar gemacht oder marginalisiert wurden zugunsten tief verankerter Erz&amp;auml;hlmotive von m&amp;auml;nnlichen T&amp;uuml;ftlerhelden, ob als geniale Buddies oder als geniale Gegner. Spannend und ebenfalls ein Lieblingsbeitrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Journelle - Beyond Porn oder Die digitale sexuelle Revolution&lt;/b&gt; [Video 44 min]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;480&quot; height=&quot;270&quot; src=&quot;//www.youtube.com/embed/hEz-Y6y8jwM?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Journelle zeigt auf, wie das Internet die Produktion und die Rezeption sexueller Inhalte von grundauf ver&amp;auml;ndert hat, um warum sie das f&amp;uuml;r eine positive Entwicklung h&amp;auml;lt. Zum Beispiel, weil Sexarbeiter zunehmend aus der Schmuddelecke herauskommen, Menschen sich ganz anders informieren und ihre Erfahrungen austauschen k&amp;ouml;nnen und vor allem Frauen von diesem neuen Zugang profitieren. Nachdenkenswert &amp;#8211; auch die Punkte in der anschlie&amp;szlig;enden Diskussion, die aus dem Publikum zum Thema Jugendschutz angesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eva Horn - Entlieben in Social Media&lt;/b&gt; [Video 43 min]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;480&quot; height=&quot;270&quot; src=&quot;//www.youtube.com/embed/5_Cg_yWNZ7o?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eva Horn betrachtet, welche Konsequenzen eine Trennung von Freunden oder Partnern speziell in sozialen Medien nach sich ziehen kann, in denen man sich ja oft nicht ganz so einfach aus dem Weg gehen kann. Braucht man eine Social Media Strategy f&amp;uuml;r die Zeit danach? Lustige Aufbereitung eines meist nicht sehr lustigen Themas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Anatol Stefanowitsch - Sprachpolizeiliche Ermittlungen&lt;/b&gt; [Video 27 min]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;480&quot; height=&quot;270&quot; src=&quot;//www.youtube.com/embed/HTdw2OdiCSA?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Diskussionen und Argumente im Netz drehen sich um vermeintlich richtigen oder falschen Sprachgebrauch, wobei sich oft sprachprogressive und sprachkonservative Ansichten unvers&amp;ouml;hnlich gegen&amp;uuml;berstehen. Stefanowitsch nimmt diese Ansichten auseinander (nicht ohne selbst Stellung zu beziehen) und zeigt, an welchen Stellen beide Seiten zuweilen Fehlschl&amp;uuml;ssen unterliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.sprachlog.de/2014/05/08/spaehmetaphorik-und-ihre-grenzen-republica/&quot;&gt;Im Sprachlog&lt;/a&gt; wirft er auch nochmal einen interessanten Blick auf die von Lobo vorgeschlagenen neuen Begriffe f&amp;uuml;r die &amp;Uuml;berwachungsthematik, und warum er andere sprachliche Frames f&amp;uuml;r besser geeignet h&amp;auml;lt. Zum Thema Frames hatte er schon zur Openmind 2013 einen &lt;a href=&quot;http://youtu.be/rIZSQi70Ejg&quot;&gt;spannenden Vortrag&lt;/a&gt; gehalten, wo er unter anderem auf die Grenzen der allgegenw&amp;auml;rtigen Metapher vom Internet als einem Ort eingeht.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wibke Ladwig &amp;#8211; Ein blindes Huhn ist kein Ponyhof: Mit Schabernack auf Wortschatzsuche&lt;/b&gt; [Video 26 min]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;480&quot; height=&quot;270&quot; src=&quot;//www.youtube.com/embed/VNCHKxpsAO4?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo wir gerade bei Sprache sind &amp;#8211; vergn&amp;uuml;glicher Talk &amp;uuml;ber Wortschatz und -sch&amp;auml;tze und warum und wo man sie insbesondere auch im Netz suchen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Holm Friebe &amp;#8211; Die Stein-Strategie: &amp;Uuml;ber die Kunst, nicht zu handeln&lt;/b&gt; [Video 29 min]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;480&quot; height=&quot;270&quot; src=&quot;//www.youtube.com/embed/_tzjou5KGVo?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friebe erg&amp;auml;nzt die vielen Appelle der anderen Vortr&amp;auml;ge mit einem gegens&amp;auml;tzlichen Prinzip: Handle Nicht. Und erkl&amp;auml;rt, warum das eine gute Idee ist und nicht mit Tr&amp;auml;gheit verwechselt werden sollte. Erfrischend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nachtrag:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Michael Metz &amp;#8211; Wo das Internet lebt&lt;/b&gt; [Video 27 min]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;480&quot; height=&quot;270&quot; src=&quot;//www.youtube.com/embed/qfeHbwp2-Ig?rel=0&quot; frameborder=&quot;0&quot; &gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radiojournalist berichtet von seiner Reise dorthin, wo das Internet tats&amp;auml;chlich ein Ort ist (s.o.), zumindest physisch pr&amp;auml;sent &amp;#8211; was schon mal nicht einfach zu recherchieren war &amp;#8211; und versucht nebenher zu ergr&amp;uuml;nden, wie es diese Orte wom&amp;ouml;glich auch gepr&amp;auml;gt hat. (Dabei greift er auf viele Fotos und O-T&amp;ouml;ne zur&amp;uuml;ck, die in einer &lt;a href=&quot;http://future.arte.tv/de/thema/wo-das-internet-lebt&quot;&gt;ausf&amp;uuml;hrlichen Audioslide-Aufbereitung&lt;/a&gt; dieser Serie auf Arte Future verwendet wurden. Ein wunderbares Format f&amp;uuml;r Portraits und Dokumentationen &amp;uuml;brigens, das ich gerne &amp;ouml;fter sehen w&amp;uuml;rde.) Auf angenehme Weise Sendung-mit-der-Maus-artig und leicht verschmitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Und vielleicht muss ich ja n&amp;auml;chstes Jahr doch auch mal selbst auf die re:publica, anstatt immer nur von weitem meiner halben Twitter-Timeline dabei zuzusehen.)
      
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    <title>Gem&amp;uuml;se ist meine Wurst</title> 
    <link>https://giardino.blogger.de/stories/2396676/</link>
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      Wir hatten uns am Karnevalswochenende entschlossen, bis Ostern kein Fleisch mehr zu essen. Fast beil&amp;auml;ufig, weder um abzunehmen, noch aus rein ideellen oder gar religi&amp;ouml;sen Fasten-Gr&amp;uuml;nden. Eher so ein: Ach, mal sehen, wie weit wir kommen. Und es war &amp;uuml;berhaupt nicht schwer. Gut, ein-zwei Mal war der Geruch von Steak oder Brath&amp;auml;hnchen in der Kantine schon eine Herausforderung, und als die Familie zu Besuch war, h&amp;auml;tte ich mir beinahe aus Gewohnheit beim Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;ck Leberwurst aufs Br&amp;ouml;tchen geschmiert. Aber sonst bin ich gut klar gekommen, in der Kantine wie auch zuhause oder sogar im fr&amp;auml;nkischen Restaurant oder auf Dienstreise. Der M&amp;ouml;we ging es nicht anders. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F&amp;uuml;r Ostern hatten wir dann Lammkoteletts und -Spie&amp;szlig;chen geplant und lange Zeit dachte ich, ich w&amp;uuml;rde mich sicher danach verzehren. Pustekuchen.&lt;br /&gt;
Gut, das war alles sehr lecker und die Fenchelsalami nach so langer Zeit auch, aber schon der sonst geliebte luftgetrocknete Schinken lie&amp;szlig; mich merkw&amp;uuml;rdig kalt, und auch insgesamt war da nicht viel von: &amp;uml;Boah, endlich wieder Fleisch!&amp;uml; zu sp&amp;uuml;ren. (Der M&amp;ouml;we ging es sogar erst einmal einen Tag lang nicht so gut.) Was wohl bedeutet, dass wir einfach dabei bleiben werden und auch weiter weitgehend auf Fleisch verzichten. Nicht dogmatisch, wir werden auch weiterhin mal welches essen, und wir haben ja umgekehrt auch vorher schon viel und gerne fleischlos gekocht. Aber irgendwie hat sich offenbar gerade unser Default gedreht, von: selbstverst&amp;auml;ndlich Wurst und Schinken im Haus und regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig Fleisch als Hauptmahlzeit, hin zur Ausnahme. Und ich wei&amp;szlig;, mit wievielen guten Argumenten ich mich jetzt br&amp;uuml;sten k&amp;ouml;nnte, aber das w&amp;auml;re geheuchelt, denn es geschieht gerade ganz ohne besonderen Idealismus, im wahrsten Sinne des Wortes bauchgetrieben. Mal gucken, wohin das f&amp;uuml;hrt. Jedenfalls spannend, wie sich manchmal Dinge im Laufe der Zeit schleichend verschieben.
      
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    <dc:publisher>Blogger.de</dc:publisher>
    <dc:creator>giardino</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2014 giardino</dc:rights>
    <dc:date>2014-04-24T23:23:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="https://giardino.blogger.de/stories/2196147/">
    <title>Warum ich Katholik bin</title> 
    <link>https://giardino.blogger.de/stories/2196147/</link>
    <description>
      &lt;small&gt;[Hinweis, &amp;uuml;ber ein Jahr sp&amp;auml;ter: Dieser Text entstand wenige Wochen vor dem R&amp;uuml;ckzug von Joseph Ratzinger; &lt;i&gt;Papst&lt;/i&gt; bezieht sich hier also noch auf Papst Benedikt XVI. Mit Franziskus haben sich einige Dinge und auch meine Haltung zum Papst inzwischen zum Positiveren ge&amp;auml;ndert.]&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den vergangenen Wochen kam in meiner Ecke des Internets an verschiedenen Stellen die Frage auf, ob und woran man glaubt. Und unvermeidlich auch die Frage, wie man &lt;i&gt;heute noch Katholik&lt;/i&gt; sein k&amp;ouml;nne. Teilweise &lt;a href=&quot;http://scienceblogs.de/bloodnacid/2013/01/18/wie-kann-man-noch-katholik-sein/&quot;&gt;mit der Stimme eines Ankl&amp;auml;gers&lt;/a&gt;, sich vor dem Gericht zu rechtfertigen (was meine Lust zu antworten verst&amp;auml;ndlicherweise etwas getr&amp;uuml;bt hat), teilweise wurde ich aber auch pers&amp;ouml;nlich gefragt, aus ehrlichem Interesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es haben in den letzten Wochen einige &amp;uuml;ber das Thema gebloggt, zum Einen &amp;uuml;ber ihren eigenen Glauben oder Nicht-Glauben, zum Anderen &amp;uuml;ber ihre Haltung zur katholischen Kirche im Besonderen (siehe Links am Ende). Ich hatte gehofft, mich um eine Antwort dr&amp;uuml;cken zu k&amp;ouml;nnen, aber es gibt zwei Aspekte, die ich in den Beitr&amp;auml;gen bislang vermisst habe, die  aber &amp;#8211; zumindest f&amp;uuml;r mich &amp;#8211; den Kern von Glauben und Kirchenzugeh&amp;ouml;rigkeit ausmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich versuche mal, das auf den Punkt zu bringen. Sorry, das wird l&amp;auml;nger &amp;#8211; kein Thema f&amp;uuml;r 140 Zeichen. Auch wenn ich schon gef&amp;uuml;hlt 50 Themen ausgelassen habe, die man mit Katholiken gemeinhin gerne diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Kern&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube an Gott. Ich glaube, dass jemand / etwas / ein Wesen existiert, das weit &amp;uuml;ber den einzelnen Menschen hinausgeht. Ich glaube daran, dass in jedem Lebewesen, ganz besonders in jedem Menschen, Spuren dieses g&amp;ouml;ttlichen Wesens zu finden sind. Und ich glaube, dass dieser Gott* uns gegen&amp;uuml;ber wohlwollend und liebevoll ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im letzten Satz steckt im Ansatz schon das, was ich in der bisherigen Debatte vermisst habe: Es geht nicht allein um eine Vorstellung, wie Dinge in dieser Welt zusammenh&amp;auml;ngen, ein Erkl&amp;auml;rungsmodell, ein Gedankenkonstrukt. Es geht um eine Beziehung. Dieser Gott ist lebendig. Ich kann mit ihm pers&amp;ouml;nlich kommunizieren. Ich kann mich an ihn wenden, und manchmal glaube ich auch, seine Antworten lesen zu k&amp;ouml;nnen, in meinem Inneren, in dem, was mir widerf&amp;auml;hrt oder in anderen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dar&amp;uuml;ber hinaus glaube ich, dass dieser Gott als Jesus Christus auf die Welt gekommen ist, unter den Menschen gelebt hat und den Tod &amp;uuml;berwunden hat. Das ist der spezifisch christliche Anteil, die Konfession, in die ich hineingewachsen bin. W&amp;auml;re ich in einer anderen Gegend der Welt oder einem anderen Milieu aufgewachsen, w&amp;auml;re ich wom&amp;ouml;glich Muslim oder Buddhist geworden. Das hei&amp;szlig;t einerseits, ich kann wohl kaum mein Bekenntnis einfach &amp;uuml;ber andere Bekenntnisse stellen. Das hei&amp;szlig;t aber andererseits auch nicht, dass mein Glaube beliebig oder austauschbar w&amp;auml;re. Wenn ich die Evangelien lese, wenn ich den Kern der christlichen Botschaft h&amp;ouml;re und versuche, das mit meinem Inneren und dem &amp;uuml;berein zu bringen, was ich selbst um mich herum wahrnehme, dann f&amp;uuml;gen sich Botschaft und meine sehr pers&amp;ouml;nliche Empfindung zusammen, alles ergibt Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Wissen und Sp&amp;uuml;ren der Gegenwart eines Gottes, der mir und anderen Menschen Gutes will und uns begleitet, wenn wir in Schwierigkeiten sind und leiden, das tr&amp;auml;gt mich und gibt mir Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Glauben ist mir im &amp;Uuml;brigen nicht nur in den Scho&amp;szlig; gefallen, ich habe mich bewusst daf&amp;uuml;r entschieden, nachdem f&amp;uuml;r mich jahrelang alles komplett infrage stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Gottesdienst&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite, wichtige Aspekt, der mir bislang zu kurz kam. ist der regelm&amp;auml;&amp;szlig;ige Gottesdienst. Es mag wom&amp;ouml;glich Menschen geben, f&amp;uuml;r die das nicht gilt, aber mein Glaube braucht regelm&amp;auml;&amp;szlig;ige Auffrischung. Infragestellen. Anregung, nicht stehen zu bleiben, sondern mich weiterzuentwickeln. Wenn ich nicht im T&amp;uuml;mpel meiner Egoismen versumpfen soll, brauche ich regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig den Kontakt zu einer frischen Quelle. Gottesdienst bedeutet, mit anderen, die die gleichen Fragen ans Leben haben zusammenzukommen, um Gott zu loben, sein Wort zu h&amp;ouml;ren, dargelegt zu bekommen, zu meditieren, singen, f&amp;uuml;r andere zu beten. Und so sehr ich mich auch immer freue, wenn vorne auch ein Priester steht, der mit beiden Beinen fest im Leben steht und toll predigen kann, das ist nur ein Aspekt eines Gottesdienstes. An manchen Tagen ist es ein Lied oder eine einzige Gebetszeile, die etwas in mir bewegen, wof&amp;uuml;r es sich schon gelohnt hat, hinzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Umzug vor einem Jahr habe ich es leider noch nicht geschafft, in der neuen Gemeinde wieder zu einer Regelm&amp;auml;&amp;szlig;igkeit im Gottesdienstbesuch zu finden. Und ich sp&amp;uuml;re, wie sehr mir das fehlt. So sehr, dass ich als Ma&amp;szlig;nahme gegen meine Bequemlichkeit &amp;uuml;berlege, mich so wie fr&amp;uuml;her in verschiedenen Gemeinden, in denen ich gelebt habe, auch hier wieder aktiv bei meinem Steckenpferd Gottesdienstgestaltung einzubringen, ob als Kantor, Lektor oder sonstwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich pers&amp;ouml;nlich k&amp;ouml;nnte mir ehrlicherweise noch einen Glauben ohne viel Gemeindeleben vorstellen, auch wenn dadurch vieles verloren ginge. Aber ohne Gottesdienst geht es definitiv &amp;uuml;berhaupt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Aber der Papst. Und der Meisner.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, der Papst. Oft rege ich mich &amp;uuml;ber ihn auf. Vermutlich im Mittel sogar leidenschaftlicher als jemand, dem die katholische Kirche schnurz ist. Und auch wenn er das Oberhaupt des Ganzen ist, hat er doch erst einmal ungef&amp;auml;hr die Auswirkung auf mein religi&amp;ouml;ses Leben wie Angela Merkel auf das Leben eines durchschnittlichen Deutschen, n&amp;auml;mlich praktisch keine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ma&amp;szlig;geblicher ist da schon, wer dein Bischof ist, welches Menschenbild er vertritt und wie er mit den Priestern und Gl&amp;auml;ubigen in seinem Verantwortungsbereich umgeht. Hier gibt es konservative Hardliner wie beispielsweise in K&amp;ouml;ln, aber auch vern&amp;uuml;nftige, gute Bisch&amp;ouml;fe wie Ludwick Schick, in dessen Di&amp;ouml;zese ich lebe. Auch die Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, wie viele Jahre lang Karl Lehmann oder nun Robert Zollitsch, erscheinen mir als gute Leute, denen Barmherzigkeit und Vertrauen in die Menschen n&amp;auml;her zu sein scheinen als Verurteilung, Misstrauen und die Erwartung bedingungslosem Gehorsams. Es ist, wie es immer ist: Von den Guten, Vern&amp;uuml;nftigen sieht und h&amp;ouml;rt man wenig, auch wenn sie die Mehrheit sind. Wen man aber immer sieht, sind Typen wie Mixa, Meisner oder M&amp;uuml;ller, die arrogant ihre Menschenfeindlichkeit und Gestrigkeit behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich sch&amp;auml;me mich f&amp;uuml;r die uns&amp;auml;gliche Art, wie die deutsche Bischofskonferenz die Aufarbeitung des jahrzehntelang systematisch vertuschten Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen durch katholische Geistliche unl&amp;auml;ngst ohne Not diskreditiert hat und damit den Opfern gegen&amp;uuml;ber wieder einmal demonstriert, dass ihre Lebens- und Leidensgeschichte zweitrangig sind. Selbst wenn die Zusammenarbeit mit dem Pfeiffer-Institut tats&amp;auml;chlich problematisch gewesen sein sollte, was ich jetzt nicht ganz ausschlie&amp;szlig;en m&amp;ouml;chte, warum konnte man nicht um eben dieses ungleich gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren, wichtigeren Ziels wegen in den sauren Apfel bei&amp;szlig;en? Alles nur, weil ein paar Bisch&amp;ouml;fen ihre Mitbestimmung &amp;uuml;ber Art und Weise der Aufarbeitung nicht gereicht hat. Eine Schande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und &amp;uuml;ber das jetzt bekannt gewordene Verhalten verschiedener Krankenh&amp;auml;user in K&amp;ouml;ln und Regensburg, mutma&amp;szlig;liche Opfer von Vergewaltigungen pauschal wegen der theoretischen M&amp;ouml;glichkeit abzuweisen, ihnen wom&amp;ouml;glich ein &lt;a href=&quot;http://www.aerzteblatt.de/archiv/60063/Notfall-Kontrazeption-Was-man-zur-Pille-danach-wissen-sollte&quot;&gt;Verh&amp;uuml;tungsmittel&lt;/a&gt; verschreiben zu m&amp;uuml;ssen, brauchen wir nicht zu reden. &amp;Uuml;brigens ist auch das kein Konsens unter den Bisch&amp;ouml;fen; unser Bamberger Bischof hat diese Praxis &lt;a href=&quot;http://www.br.de/nachrichten/oberfranken/erzbischof-schick-vergewaltigte-frau-koeln-100.html&quot;&gt;&amp;ouml;ffentlich kritisiert&lt;/a&gt;. (Daneben bin ich durchaus der Meinung, dass der Staat hier das Recht wahrnehmen sollte, auch konfessionellen Krankenh&amp;auml;usern Vorschriften zu machen, wenn diese f&amp;uuml;r die &amp;ouml;ffentliche Versorgung staatliche Gelder in Anspruch nehmen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Aber nochmal, wie kannst du bei solchen Oberen in der Kirche bleiben?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wenig ich das Verhalten und die Aussagen sogar mancher Kirchenoberen oder auch bestimmter Gruppen in der Kirche f&amp;uuml;r vereinbar mit dem christlichen und katholischen Glauben halte, so wenig hei&amp;szlig;t mein Verbleiben in der Kirche, dass ich diese Ansichten selbst vertreten w&amp;uuml;rde. So wie ich nicht die deutsche Staatsb&amp;uuml;rgerschaft ablege, nur weil ich die Regierung ablehne, um den hinkenden Vergleich von vorhin nochmal zu bem&amp;uuml;hen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Das ist &amp;uuml;brigens ein Standardmuster von Katholikenhassern, sich erst &amp;uuml;ber die angebliche Obrigkeitsh&amp;ouml;rigkeit von Gl&amp;auml;ubigen zu mokieren, aber wenn man ihnen klarmacht, dass man selbst und ein gro&amp;szlig;er Teil der Kirche bestimmte Lehrmeinungen wesentlich differenzierter sehen, vorzuwerfen, man sei ja gar kein richtiger Katholik.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzkonservativen in der katholischen Kirche sind nicht die Mehrheit. Nicht in Deutschland und vermutlich auch nicht in vielen anderen Gegenden der Erde. Der Vatikan mag strotzen vor konservativen, uralten M&amp;auml;nnern, die sich nach alten Zeiten und altem Einfluss auf ihre &quot;Herde&quot; zur&amp;uuml;cksehnen. Aber sind sie repr&amp;auml;sentativ f&amp;uuml;r 1.181.000.000 Katholiken auf der Welt? Nein. Sie repr&amp;auml;sentieren ja nicht einmal die Frauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Und auch, wenn ich selbst gerne mal scherzhaft von &quot;Katholiban&quot; oder &quot;Pietcong&quot; spreche, im ernst gemeinten Diskurs m&amp;ouml;ge man selbst konservative Christen bitte nicht immer mit Taliban gleichsetzen, einer fundamentalreligi&amp;ouml;sen Miliz, die den regionalen Drogen-, Waffen- und Menschelhandel kontrolliert und j&amp;auml;hrlich tausende Menschen t&amp;ouml;tet, sei es nur, weil sie Kinder impfen oder sich daf&amp;uuml;r einsetzen, dass M&amp;auml;dchen zur Schule gehen k&amp;ouml;nnen. W&amp;auml;re ganz angenehm f&amp;uuml;r die Diskussionskultur. Danke.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was den Ausschlag gibt, sind die Gemeinden vor Ort. Und hier gab es noch keine, in der ich mich nicht h&amp;auml;tte zuhause f&amp;uuml;hlen k&amp;ouml;nnen. Okay, bis auf die letzte in Erlangen, aber das war ein d&amp;ouml;rflich gepr&amp;auml;gter Ortsteil, deren Bewohner sich offensichtlich in ihren nach au&amp;szlig;en hin abweisenden Traditionen eingemauert haben. Dagegen hatte auch ein Pfundskerl von einem alten, westf&amp;auml;lischen Pfarrer nichts ausrichten k&amp;ouml;nnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Ort kann man evangelische Gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrer bei katholischen Sozialtr&amp;auml;gern finden, oder auch bekannterma&amp;szlig;en Homosexuelle in leitender Position, da gibt es Pfarrer, die wiederverheiratete Geschiedene ausdr&amp;uuml;cklich willkommen hei&amp;szlig;en, da gibt es Frauen, die die Predigt halten und Pfarrer, die &amp;ouml;ffentlich den Bischof kritisieren, wie unfair er mit einem jungen Kollegen umgegangen ist, dessen Beziehung mit einer Frau &amp;ouml;ffentlich geworden war, und vieles mehr, wovon man wenig mitbekommt, wenn man au&amp;szlig;en steht und im Wesentlichen nur &amp;uuml;ber &amp;uuml;berregionale Medien mit Informationen aus der katholischen Kirche versorgt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Menschen in aller Welt teilweise unter Einsatz ihres Lebens aus ihrem Glauben heraus gegen Armut, mangelnde Bildung, Krankheit, Verfolgung und f&amp;uuml;r Vers&amp;ouml;hnung leisten nicht zu vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und was ist mit deinem Geld, den Kirchensteuern?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
W&amp;auml;hrend ich durchaus kritisch sehe, ob ein Staat &amp;uuml;berhaupt f&amp;uuml;r eine Religionsgemeinschaft Steuern eintreiben sollte &amp;#8211; ich k&amp;ouml;nnte mir auch vorstellen, einen &quot;Mitgliedsbeitrag&quot; abh&amp;auml;ngig von meinem Einkommen zu zahlen, &amp;auml;hnlich einer Gewerkschaft - ist das erst einmal derzeit Stand der Dinge. Der R&amp;uuml;ckgang der Kirchenmitglieder und Steuereinnahmen ist unaufh&amp;ouml;rlich und dramatisch. Gro&amp;szlig;st&amp;auml;dte, die fr&amp;uuml;her dutzende eigenst&amp;auml;ndige Gemeinden samt Pfarrern hatten, werden zu einzelnen Pfarramtsbezirken mit einem Haupt- und zwei, drei Nebenpfarrern zusammengelegt. Die Gottesdienste werden immer weiter ausged&amp;uuml;nnt und Menschen m&amp;uuml;ssen immer weiter laufen oder fahren, um daran teilnehmen zu k&amp;ouml;nnen, auf dem Land teilweise viele Kilometer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mag in Bayern noch nicht ganz die Brisanz wie beispielsweise in NRW erreicht haben, die Entwicklung geht aber in die gleiche Richtung. Und die Finanzausstattung der Dekanate und Pfarreien ist von allen Ausgaben der Kirche vermutlich am Direktesten an die Zahl der Kirchenzugeh&amp;ouml;rigen gekoppelt. Ich m&amp;ouml;chte aber nicht jedesmal nach N&amp;uuml;rnberg fahren m&amp;uuml;ssen, um in die Kirche zu gehen. Ich m&amp;ouml;chte, dass es eine Pfarrei in der N&amp;auml;he gibt, wo Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren zusammenkommen k&amp;ouml;nnen. Wo ein Organist bezahlt werden kann, der die Messe begleitet. Wo im Winter geheizt ist. Und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krankenh&amp;auml;user, Kinderg&amp;auml;rten, Pflegestationen und andere Einrichtungen kirchlicher Tr&amp;auml;ger werden zu gro&amp;szlig;en Teilen aus allgemeinen Steuern bezahlt, und ihre Zukunft h&amp;auml;ngt vermutlich weit mehr von allgemeinen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen ab als von meinen Kirchensteuern. Aber es gibt auch andere Leistungen kirchlicher Tr&amp;auml;ger, die nicht immer vom Staat mitfinanziert werden wie z. B. die Straff&amp;auml;lligenhilfe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen davon beteilige ich mich nicht an &amp;Uuml;berlegungen, ob man kirchliche Tr&amp;auml;ger nicht gleich ganz abschaffen sollte. Hunderttausende alleine in Deutschland, fest Angestellte plus Ehrenamtliche, leisten bei kirchlichen Tr&amp;auml;gern gro&amp;szlig;artige Arbeit in allen m&amp;ouml;glichen sozialen Bereichen, aus innerer &amp;Uuml;berzeugung und geleitet von einem christlichen Menschenbild. Meist leise und ohne gro&amp;szlig;es Gewese. Ich behaupte in keinster Weise, dass Nichtgl&amp;auml;ubige nicht ebenso engagiert und menschenfreundlich soziale Arbeit leisten. Aber was gut daran sein soll, existierende Strukturen und Engagement zu zerschlagen, nur weil es einzelne Punkte der Reibung gibt, konnte mir noch niemand erkl&amp;auml;ren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und evangelisch werden?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin katholisch getauft, aufgewachsen und war immer in irgendeiner Form an katholische Gemeinden gebunden. Ich habe keine Ber&amp;uuml;hrungs&amp;auml;ngste zu Protestanten oder ihren Gottesdiensten (die im Gro&amp;szlig;en und Ganzen, in Ablauf, Texten und Liedern sehr &amp;auml;hnlich bis gleich sind) und ich sehne mich danach, dass die christlichen Kirchen eines Tages wieder eine Glaubensgemeinschaft werden, auch wenn wir das nicht mehr erleben werden. Ich bin auch schon oft nach Taiz&amp;eacute; gefahren und habe die &amp;Ouml;kumene dort genossen. Gerade bei einigen sehr &quot;katholischen&quot; Themen wie Marienbild oder Z&amp;ouml;libat stehe ich vermutlich sogar vielen Protestanten n&amp;auml;her als vielen Katholiken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dennoch bin ich in der katholischen Kirche zuhause. Ich kenne mich kaum aus, was die Vielfalt der protestantischen Kirchen angeht (vermutlich st&amp;uuml;nden mir da die Lutheraner noch am n&amp;auml;chsten). Daf&amp;uuml;r liebe ich  die Globalit&amp;auml;t der katholischen Kirche. Egal ob in Duisburg, F&amp;uuml;rth, Turin oder, sagen wir mal, &lt;a href=&quot;http://www.stilpirat.de/morgenmesse-in-phat-diem/&quot;&gt;Phat Diem, Vietnam&lt;/a&gt;, ich kann &amp;uuml;berall in die Kirche gehen und bin automatisch Teil der Gemeinde und gewisserma&amp;szlig;en glaubensm&amp;auml;&amp;szlig;ig zuhause. Ich finde das gro&amp;szlig;artig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die katholische Kirche meist st&amp;auml;rkere Bilder und Rituale hat, die die Glaubensinhalte sicht- und f&amp;uuml;hlbar machen sollen, kommt meinem Wesen auch entgegen. Aber auch wenn ich mich in einer protestantischen Gemeinde vermutlich vom Glauben her einigerma&amp;szlig;en wiederfinden k&amp;ouml;nnte, frage ich mich: Warum sollte ich wechseln? Nur wegen der katholischen Amtskirche? Womit dann auch noch meine Stimme in der katholischen Kirche wegf&amp;auml;llt? Nein, dazu habe ich weder gen&amp;uuml;gend Contra-Katholizismus- noch Pro-Protestantismus-Argumente. Und ich mache mir auch keine Illusionen: auch unter Protestanten gibt es Erzkonservative.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wer jetzt noch mehr lesen m&amp;ouml;chte, hier entlang:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Journelle: &lt;a href=&quot;http://www.journelle.de/2514/nicht-glauben-konnen/&quot;&gt;Nicht glauben k&amp;ouml;nnen&lt;/a&gt; Sehr pers&amp;ouml;nlich und differenziert, mit Erfahrungen aus dem christlich-konservativen Amerika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Patschbella: &lt;a href=&quot;http://www.patschpatsch.com/blog/&quot;&gt;Vaticinium ex eventu&lt;/a&gt; Eine Einordnung dessen, was die katholische Kirche bedeutet und tut, unter besonderer Ber&amp;uuml;cksichtigung der bayerischen Provinz. Sehr lesenswert (und auch deutlich lockerer zu lesen als mein bierernstes Geschreibsel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antje Schrupp: &lt;a href=&quot;http://antjeschrupp.com/2012/12/30/kleiner-versuch-den-atheismus-zu-verstehen/&quot;&gt;Kleiner Versuch, den Atheismus zu verstehen&lt;/a&gt; Ein paar grundlegende Fragen an Atheisten, mit sehr vielen Antworten in den Kommentaren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Littlejamie: &lt;a href=&quot;http://littlejamie.com/index.php?id=1039&quot;&gt;Die Gretchenrage&lt;/a&gt; Warum sie Religion ablehnt und warum ihr dabei nichts fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nuf: &lt;a href=&quot;http://dasnuf.de/leben-neben-dem-leben/warum-ich-gerne-auf-die-katholische-kirche-verzichten-mochte/&quot;&gt;Warum ich gerne auf die katholische Kirche verzichten w&amp;uuml;rde&lt;/a&gt; legt dar, warum sie nicht findet, dass die Kirche &amp;ouml;ffentliche soziale Aufgaben wahrnehmen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Nachtrag 2. M&amp;auml;rz:&lt;/i&gt; Jazzer: &lt;a href=&quot;http://jazzlog.de/jazzlounge/2013/03/wir-sind-nicht-mehr-papst-ich-war-es-nie/&quot;&gt;Wir sind nicht mehr Papst &amp;#8211; ich war es nie&lt;/a&gt; &amp;uuml;ber seine Gr&amp;uuml;nde, aus der katholischen Kirche aus- und in die evangelische einzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*: Dass ich &lt;i&gt;Gott&lt;/i&gt; hier durchweg grammatisch m&amp;auml;nnlich verwende, ist gewisserma&amp;szlig;en sprachliche Gewohnheit und bedeutet nicht, dass Gott nach meiner Vorstellung &amp;uuml;berhaupt ein differenziertes Geschlecht wie die meisten Menschen haben muss.
      
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    <title>Yay!</title> 
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      &lt;center&gt;&lt;img src=&quot;http://giardino.blogger.de/static/antville/giardino/images/tmp_img_20140315_0945331300149587.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;Yay!&lt;/center&gt;
      
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      &amp;raquo;Und, was macht die Arbeit?&amp;laquo; &amp;#8211; auf diese Frage rechnen die meisten mit allen m&amp;ouml;glichen Reaktionen, von Ichwei&amp;szlig;nochnichtsorecht &amp;uuml;ber Ochnajamussirgendwie bis hin zu Achh&amp;ouml;rmiraufichbintotalgestresst, nur mit einem nicht: Begeisterung. Wenn ich dann antworte &amp;raquo;Toll, sie macht einfach Spa&amp;szlig;!&amp;laquo;, sind sie kurz irritiert, ob ich das vielleicht ironisch meinen k&amp;ouml;nnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber so ist es. Beruflich habe ich das zweite richtig gute Jahr in Folge hinter mir, mit einer Aufgabe, die genau das ist, was ich immer machen wollte (was mir erstmals grob vor sechs, sieben Jahren d&amp;auml;mmerte), mit der richtigen Mischung aus Kommunikation und technischen Themen, aus kreativ-sein-M&amp;uuml;ssen und ordentlichem Wegarbeiten, B&amp;uuml;rojob und Dienstreisen (China, Gro&amp;szlig;britannien, Spanien, USA!), mit Produkten, die einen Sinn haben und f&amp;uuml;r die ich mich begeistern kann und weltweit verteilten Kunden (die keineswegs immer einfach und unproblematisch sind, weder die Produkte, noch die Kunden), und nicht zuletzt mit kooperativen Kollegen und Vorgesetzten, bei denen ich einigerma&amp;szlig;en so sein darf, wie ich bin, und kein Businesskaspertheater oder den super Einzelk&amp;auml;mpfer simulieren muss um respektiert zu werden. Ach ja, nicht unwichtig, Bezahlung und Arbeitsbedingungen sind auch einwandfrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jahre zuvor musste ich nur tote Pferde reiten, war entsprechend frustriert, gestresst, kleinm&amp;uuml;tig (was nicht zuletzt auch meine Blogleser ausbaden mussten) und irgendwie der &amp;Uuml;berzeugung, vielleicht l&amp;auml;ge es ja doch an mir und &amp;uuml;berzogenen Anspr&amp;uuml;chen an die Arbeit, oder schlicht an meiner Unf&amp;auml;higkeit, dass ich so wenig Erfolg und Zufriedenheit mit dem hatte, was ich tat. Merkw&amp;uuml;rdig, wie dann jetzt im R&amp;uuml;ckblick nach einem konsequent verfolgten Plan aussieht, was in Wirklichkeit ein Vorantapsen war mit einer eher unscharfen Idee, an welche Stelle ich kommen wollte. Im Nachhinein hat es sich ausgezahlt, immer wieder nachzusp&amp;uuml;ren, was ich will (und was nicht), nicht aufgegeben zu haben, und einige Male habe ich sicher auch die richtigen Leute angesprochen oder die richtigen Dinge getan, um dann vor zwei Jahren endlich die erhoffte Chance zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich wei&amp;szlig; auch, wieviel Gl&amp;uuml;ck dabei war. Allein schon die M&amp;ouml;we an meiner Seite zu haben, die mich immer best&amp;auml;rkt hat. Aber auch beruflich, mit den Privilegien als wohlbeh&amp;uuml;tetes Mittelschichtskind mit Studierm&amp;ouml;glichkeit und, nicht zu vergessen, als Mann in einer von M&amp;auml;nnern dominierten Firma. Sowohl in meinem pers&amp;ouml;nlichen Umfeld (online und offline) als auch in den Medien sehe ich tagt&amp;auml;glich, wie wenig selbstverst&amp;auml;ndlich eine zufriedenstellende und auch noch anst&amp;auml;ndig bezahlte Arbeit ist. Deshalb bin ich zwar auch ein bisschen stolz auf mich selbst, aber vor allem eins: dankbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich w&amp;uuml;nsche euch allen frohe Feiertage, Zeit, um zu euch zu kommen, euch mit Familie und Freunden zu verbinden, und viel von diesem Gl&amp;uuml;ck im n&amp;auml;chsten Jahr.
      
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