Lob des Fortschritts
[...] setzt sich eine Erfindung der Schweizer Chemiker durch, dann sind Kaffeeverkoster möglicherweise bald überflüssig. Denn die Espresso-Maschine, die das Team am Nestlé Research Center konstruiert hat, erkennt laut den Nestlé-Chemikern selbst, ob der Espresso gut ist oder nicht. [q]Ich bin zuversichtlich, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Maschinen ihren Kaffee praktischerweise gleich selbst trinken.
(Dem Automaten im Aufenthaltsraum würde ich's wünschen.)
[giardino, Mittwoch, 20. Februar 2008, 11:30] 305
Diktatur der Roboter: Und dazu legen die sich dann ein wenig Musik auf.
Dann können sich zwei dieser Automaten per Datenleitung auch gegenseitig zum Kaffee einladen. Oder wie Kishon vor Jahrzehnten angesichts der ersten Schachcomputer für den Heimgebrauch schrieb: "Dann kaufe ich mir gleich zwei, lasse die gegeneinander spielen und gehe derweil ins Kino."
Ich habe ja mal in der Nestlé-Presseabteilung ein Praktikum gemacht. Und der einzig trinkbare Kaffee des ganzen Konzerns war der Dallmayr prodomo. Nescafé gabs damals kostenlos an den Tisch, soviel man wollte. Für den richtigen Kaffee musste man bezahlen und weite Wege gehen. Das wars mir wert. Von daher würde ich einer Nestlé-Mschine nie über den Weg trauen, dass sie wirklich beurteilen kann, was ein guter Espresso ist.
Ich habe ja mal in der Nestlé-Presseabteilung ein Praktikum gemacht. Und der einzig trinkbare Kaffee des ganzen Konzerns war der Dallmayr prodomo. Nescafé gabs damals kostenlos an den Tisch, soviel man wollte. Für den richtigen Kaffee musste man bezahlen und weite Wege gehen. Das wars mir wert. Von daher würde ich einer Nestlé-Mschine nie über den Weg trauen, dass sie wirklich beurteilen kann, was ein guter Espresso ist.
Und sie werden tanzen, Hr. Kid.
Hihi, ich weiß nicht, warum Kishon seit den 90ern irgendwie verpönt scheint, ich mag seine Einfälle. Ihr Lob des Dallmayr, Herr Mark, kann ich aber zumindest für mein Büro nicht unwidersprochen lassen. Hier nur erzbittere, aromalose Plörre (egal wie man dosiert), sowohl beim Bohnenkaffee als auch Espresso. Erst der Säger Fredo hat unserem Büro zumindest wieder Trinkbares beschert.
Was aber in den Pulvertanks des einsamen Bezahlautomaten im Aufenthaltsraum vor sich hin lagert, möchte ich nicht einmal wissen.
Hihi, ich weiß nicht, warum Kishon seit den 90ern irgendwie verpönt scheint, ich mag seine Einfälle. Ihr Lob des Dallmayr, Herr Mark, kann ich aber zumindest für mein Büro nicht unwidersprochen lassen. Hier nur erzbittere, aromalose Plörre (egal wie man dosiert), sowohl beim Bohnenkaffee als auch Espresso. Erst der Säger Fredo hat unserem Büro zumindest wieder Trinkbares beschert.
Was aber in den Pulvertanks des einsamen Bezahlautomaten im Aufenthaltsraum vor sich hin lagert, möchte ich nicht einmal wissen.
Fairerweise sollte ich dazusagen: Das war Mitte der 80er. In der Zwischenzeit haben sich die Kaffeegeschmäcker erheblich weiterentwickelt und ausdifferenziert. Und, was viel wichtiger war: Der Dallmayr war der einzige "richtige" Kaffee im Hause, sonst gab es nur lösliche Plörre. Das heißt, ich hätte mich ansonsten mühsam mit "Presso Presso" und "Nescafé Classic" am Leben halten müssen. Dass mir unter diesen verschärften Bedingungen der Prodomo ganz gut reinlief, wird man mir nachsehen. Zumal ich in der Abteilung auch wirklich sehr pikierte Blicke erntete, als ich am ersten Tag fragte, wie es denn mit richtigem Kaffee stünde...

