[giardino, Dienstag, 1. April 2008, 05:12] 533
entschuldigung. das tut mir leid.
Frau Morphine, kennen Sie eigentlich Marions Blog Nordlichter? Oder gehören Sie zu denen, die lieber erst einmal kommentieren, bevor sie lesen?
Puh,ich kannte das Blog noch nicht. Werde es mal in Ruhe durcharbeiten. ... hmm...
Mich hat diese schier endlose Geschichte sehr berührt, oft auch unangenehm, weil ich meine Grenze erkannte. Und mich auch oft beschämt gefühlt, ich, mit meinem Herzleid-Gejammer immer - angesichts solcher Schicksale.
Ja, es gibt leider so viele Schicksale, die einen ganz demütig werden lassen. Leider aber nicht wegen der Demut, sondern wegen der Schicksale, die man keinem wünscht.
Heute Nacht habe ich erst richtig angefangen, in ihrem Blog rückwärts zu lesen. Schon seit Sommer 2004 hat sie auf Blogger.de gebloggt, bei weitem nicht täglich, aber beständig. Hat bebilderte, ausführliche Reiseberichte geschrieben, das Tagesgeschehen kommentiert (manchmal ausgesprochen ironisch), später nüchtern von ihrer Krankheit erzählt (auch per Podcast in einem eigenen Blog), hat ein Rezept-Blog angefangen und ein eigenes Photoblog, alles stets mit einem sehr persönlichen Blickwinkel und obwohl kaum jemand je kommentierte. Diese ruhige Unbeirrtheit... beeindruckend und, ja, auch beschämend.
jammernich,
Dienstag, 1. April 2008, 14:04
(Permalink
)
Es fälltt halt leider immer schwer, etwas zu schreiben, man hat eine ungewollte Beklommenheit. Daher finde ich es nicht schlimm, dass es nicht viele Kommentare gab. Ich glaube trotzdem, dass viele das Blog gelesen haben.
Ich spreche den Hinterbliebenen ein aufrichtiges Beileid ausund finde es schade, keine weiteren Beiträge von Marion lesen zu können.
Ich spreche den Hinterbliebenen ein aufrichtiges Beileid ausund finde es schade, keine weiteren Beiträge von Marion lesen zu können.
Ja, es ist schwer, Worte zu finden, die mehr ausdrücken als die eigene Hilflosigkeit.
Am 22. Mai 2006 schrieb sie:
Am 22. Mai 2006 schrieb sie:
Zum Gedenken an die teuren Verblichenen keine Reden zu schwingen sondern ein wundervolles Essen zu genießen, finde ich eine schöne Idee. Mir zu Ehren solltet Ihr Euch dann mit Spaghetti und Meeresfrüchten vollstopfen. Pasta mit Frutti di Mare, das ist meine Auffassung vom Paradies.Eine gute Idee.
jammernich,
Dienstag, 1. April 2008, 15:35
(Permalink
)
Ja, das kann man doch relativ einfach umsetzen!
Ich habe bei Marion auch nur sehr selten kommentiert, aus den oben genannten Gründen. Später habe ich manchmal gedacht, wie dumm ich war, nicht einfach ein Gespräch anzufangen, sie etwas zu fragen, ruhig auch zu ihrer Krankheit. Denn darum geht es doch beim Bloggen: miteinander zu reden. Und gerade für Marion war das Blog eine der wenigen Möglichkeiten, mit anderen draußen in Kontakt zu treten. Ihre Wohnung konnte sie doch oft gar nicht verlassen, weil es ihrer Krankheit nicht zuließ, und weil sie außerdem wegen ihrer Krankheit nicht genug Geld besaß sich einfach mal so ein Taxi zu leisten, um irgendwohin zu fahren. Die regelmäßigen Fahrten zum Arzt und die Klinik stellten oft schon ein Problem dar. Mir tut es im Nachhinein leid, dass ich mich nicht bei ihr öfter zu Wort gemeldet habe, zumal ich vermute weiß, dass sie bei mir still mitgelesen hat.
Genau diese Gedanken habe ich auch. Mal wieder was fürs Merkheft.
den ganzen tag muss ich schon an heike denken, man ist nach einem tod im blogland so hilflos und leer wie im richtigen leben, soviel hätte man noch sagen und beisteuern und machen können, meint man.
ist aber nicht.
ist aber nicht.

