Wechselbad
Seit ich die neue Stelle angetreten habe, pendelt meine Verfassung zwischen altväterlicher Gelassenheit und Panik. Zwischen Größenwahn und Würstchen. So viel stürzt derzeit jeden Arbeitstag auf mich ein, neue Namen und Gesichter, neue Vorgänge, Fragen, Dienstreisen, zu lesende Dokumente, dass ich alle Hände voll zu tun habe, diese Flut zu ordnen. Tue ich das nicht, steigt binnen weniger Arbeitsstunden die Panik auf, ganz körperlich wie ein Klopfen im Hals. Nachts wache ich davon auf und kann nicht weiterschlafen. Die Anzahl neuer Mails im Posteingang wird zur Bedrohung, hinter jedem Ansprechen des Chefs befürchte ich eine neue, zusätzliche Aufgabe, wo ich doch schon so viele andere Baustellen habe, die ich erst einmal beackern muss.
Sobald ich alles wieder für mich sortiert habe, steigt die Zuversicht, ich werde ruhig, kann wieder den nächsten, kleinen Schritt tun, die nächste Mail schreiben, das nächste Telefonat führen und ein Gefühl stellt sich ein, dass ich eigentlich richtig gut zurecht komme. Verlegene Freude auch über viel Lob, das ich derzeit von außen erhalte. Und wenn ich so nach Hause gehe, schlafe ich nachts durch wie ein Stein. Bilde mir sogar ein, meine freie Zeit am Wochenende etwas intensiver zu nutzen als früher. Habe das Gefühl, eigentlich den Job für mich gefunden zu haben. Mindestens zum jetzigen Zeitpunkt und im Rahmen des Möglichen.
Was im Moment zu leiden hat, ist das Blog und auch das Bloglesen, hierfür bleibt einfach nicht viel Platz im Kopf. Und die Muße zum Fotografieren vermisse ich auch. Aber das kommt irgendwann wieder.
Sobald ich alles wieder für mich sortiert habe, steigt die Zuversicht, ich werde ruhig, kann wieder den nächsten, kleinen Schritt tun, die nächste Mail schreiben, das nächste Telefonat führen und ein Gefühl stellt sich ein, dass ich eigentlich richtig gut zurecht komme. Verlegene Freude auch über viel Lob, das ich derzeit von außen erhalte. Und wenn ich so nach Hause gehe, schlafe ich nachts durch wie ein Stein. Bilde mir sogar ein, meine freie Zeit am Wochenende etwas intensiver zu nutzen als früher. Habe das Gefühl, eigentlich den Job für mich gefunden zu haben. Mindestens zum jetzigen Zeitpunkt und im Rahmen des Möglichen.
Was im Moment zu leiden hat, ist das Blog und auch das Bloglesen, hierfür bleibt einfach nicht viel Platz im Kopf. Und die Muße zum Fotografieren vermisse ich auch. Aber das kommt irgendwann wieder.
[giardino, Donnerstag, 1. Mai 2008, 18:02] 355
hauptsache sie legen das bloggen nicht ganz zu den akten....
was sie beschreiben ist wunderbar. ich freue mich für sie.
was sie beschreiben ist wunderbar. ich freue mich für sie.
mifasola,
Donnerstag, 1. Mai 2008, 21:06
(Permalink
)
Hauptsache, Sie werden kein größenwahnsinniges Würstchen ;-)
Nein, machen Sie sich keine Sorgen, in Umbruch- und Neustartphasen konzentriert sich die eigene Energie eben an den wichtigen Stellen.
Nein, machen Sie sich keine Sorgen, in Umbruch- und Neustartphasen konzentriert sich die eigene Energie eben an den wichtigen Stellen.
"Habe das Gefühl, eigentlich den Job für mich gefunden zu haben"
Schön. Und ich glaube, dieses Finden kann nur mit dem vorübergehenden Gefühl der Überforderung einhergehen. Was wäre das denn für ein Job, den Sie von Anfang an vollständig ausfüllen könnten - doch vor allem schnell langweilig.
Für Blogs & Co kommt schon wieder die Zeit, hat ja auch alles seine Phasen.
Schön. Und ich glaube, dieses Finden kann nur mit dem vorübergehenden Gefühl der Überforderung einhergehen. Was wäre das denn für ein Job, den Sie von Anfang an vollständig ausfüllen könnten - doch vor allem schnell langweilig.
Für Blogs & Co kommt schon wieder die Zeit, hat ja auch alles seine Phasen.
bilder müssen immer gehen.
das ist mein postulat.
aber machen sie einfach, es ist gut so.
das ist mein postulat.
aber machen sie einfach, es ist gut so.
Es muss sich erst einpendeln, Ihre Handschrift bekommen. Danach wird alles einfacher und es wird wieder Bilder geben. Ganz sicher.
Klingt doch sehr normal ;-) Man tastet erstmal ab, findet sich rein, lernt die Firmensprache. Beruhigend, wenn das Bauchgefühl stimmt. Ist ja wie in Beziehungen, man muß sich "angekommen" fühlen. Machen Sie mal, ganz in Ruhe. In Blogs gibt es derzeit sowieso nicht irre viel interessantes. Ist wie bei Stromberg: "Läuft."

