Zehn hoch fünf
84000 Kilometer in viereinhalb Jahren. Ein Urlaub in Italien, einer in der Bretagne, ein paar Fahrten nach Duisburg zu den Eltern, viele Kleinfahrten z. B. in die Arbeit, aber vor allem an die 50000 Kilometer immer nur auf derselben Strecke: 120 Kilometer zwischen Erlangen und Niederbayern, meist viermal an einem Samstag (alleine runter, mit Kindern hoch, mit Kindern runter, alleine hoch), macht etwa 100 mal A3/A9 rauf und runter im Jahr. Der Grund, warum ich dieses Auto überhaupt brauchte, als meine Exfrau weggezogen war. Oft Stress und zähfließender Urlauberverkehr um mich herum, aber immer wieder auch Zeit, beim Alleinefahren neue CDs anzuhören oder auf der rechten Spur mit 100 vor mich hin zu träumen (und später über die 5,2 Liter Benzinverbrauch zu freuen). Ich bin mit meinem Corsa immer gerne gefahren.
Ein paar Kilometer werden vielleicht noch dazukommen, dann wird er verkauft, das Möwenauto auch (ähnlich alt und auch schon auf 100000), und es gibt nurmehr ein einziges gemeinsames Fahrzeug und somit für mich einen Grund mehr, am Ort nur noch Fahrrad oder Bus zu nehmen und das Auto ansonsten der Möwe zu überlassen, die es dringender braucht. Und klar: Die Fahrten zu den Kindern, die werden bleiben.

[giardino, Montag, 23. Juni 2008, 18:35] 488



jammernich, Montag, 23. Juni 2008, 18:55   (Permalink )
Ich hab letzte Woche die 200000 Marke "überfahren". };-)

pappnase, Montag, 23. Juni 2008, 18:56   (Permalink )
hier auch schon vor zwei jahren die gleiche entscheidung, eins musste weg.
jetzt haben wir für ein paar wochen zwei, weil wir soviele sind, aber nach den ferien geht eins wieder.
wer soll das auch bezahlen?

jirjen, Montag, 23. Juni 2008, 22:51   (Permalink )
Ich hab jetzt zum ersten Mal ein Auto, bei dem der Tachostand noch nicht sechsstellig ist... Abgesehen von den Käfern, aber da war der Tacho einfach nur 5stellig ;)

giardino, Dienstag, 24. Juni 2008, 15:18   (Permalink )
Aber lange wird's doch sicher nicht mehr dauern, oder? Obwohl... nach Wien sind die Fahrten ja jetzt weniger geworden ;o).

jirjen, Mittwoch, 25. Juni 2008, 11:55   (Permalink )
Nach Wien bin ich ja eh meist nur geflogen. Aber ich arbeite nicht mehr in Nürnberg und fahr stattdessen fast immer mitm Rad ins Büro.
Aber einmal im Monat nach Erfurt kommt dazu, sonst würde eine Tankfüllung gut 6 Wochen halten...

siria, Dienstag, 24. Juni 2008, 00:46   (Permalink )
Es geht auch mit einem - und außerdem ist es ein gutes Werk für die Umwelt, bravo!

phileas, Dienstag, 24. Juni 2008, 12:18   (Permalink )
Ist lange her, daß ich solche Fahrten immer dieselbe Strecke mit dem Auto gemacht habe. Aber ich erinnere mich, wie ich das irgendwann gehaßt habe. Und wie es die Entscheidung, das Auto abzuschaffen beschleunigt hat.
Leider braucht meine Gattin für ihren Job noch immer eins. Ich hätte lieber einen völlig autofreien Haushalt. Nicht nur aus finanziellen Gründen -
Gibt es für Sie keine andere Möglichkeit zu Ihren Kindern zu kommen?

giardino, Dienstag, 24. Juni 2008, 15:11   (Permalink )
Nein, der nächste Bahnhof dort ist 30km entfernt, und selbst von dort zu mir dauert die Fahrt schon 2 Stunden, einfach. Wenn überhaupt mal ein Zug fährt.

schmerles, Dienstag, 24. Juni 2008, 12:28   (Permalink )
bitte überprüfen Sie mal Ihren Titel (bzw Kilometerstand) wegen der vielen Nullen, bevor hier so ein Mathegenie vorbeikommt

vert, Dienstag, 24. Juni 2008, 14:10   (Permalink )
was heißt denn das jetzt binär?

giardino, Dienstag, 24. Juni 2008, 15:14   (Permalink )
Peinlich peinlich. Sie haben natürlich recht, Herr Schmerles, ist korrigiert.

@vert: 100001dez ist gleich 11000011010100001bin und 100001bin ist gleich 33dez.

mark793, Dienstag, 24. Juni 2008, 16:25   (Permalink )
Was mal wieder bestätigt, dass es 10 Arten von Menschen gibt - solche die das Binärsystem verstehen und solchen die damit nichts anfangen können. ;-)

Das Experiment "ohne Auto leben" hatte ich mal ein paar Jährchen durchgehalten. Unter den derzeitigen Lebensumständen sehe ich aber nichts Erstrebenswertes darin, unseren Fuhrpark (2 Autos mit mehr als 150 TKM auf dem Tacho) zu reduzieren. Dieses Plus an Flexibilität finde ich angesichts der exorbitanten Ticketpreise in Bahn und Nahverkehr nicht zu teuer erkauft.

giardino, Dienstag, 24. Juni 2008, 17:34   (Permalink )
Mist, den Spruch wollte ich eigentlich noch reinschreiben. :)

Was die Bahnpreise angeht - nun, der Unterschied dürfte hauptsächlich in der Frage "Familie oder nicht" liegen. Für den Einzelnen mag die Bahn noch eine preislich akzeptable Alternative sein, aber spätestens wenn drei oder mehr Personen fahren müssen, hat sich das schnell erledigt, selbst wenn die Anbindungen gut wären. Auch weil der Fahrstress (weiterer Pluspunkt für die Bahn) sich dann verteilt.