Aufwühlende Zeiten
Dass ich fast immer erst einen Tag brauche, um zu merken, dass gerade wieder etwas schief gelaufen ist, war vielleicht diesmal gar nicht schlecht. So stieg die ohnmächtige Wut (hat Wut auch mal nicht mit Ohnmacht zu tun?) über die 43. Änderung der Koordinaten in meinem Projekt erst über Nacht in mir auf. Und als ich heute morgen gerade aufgewühlt am offenen Büro meines Chefchefs vorbeikam, nutzte ich die Chance, stürmte hinein und bat ihn, mich aus diesem Projekt nach nunmehr anderthalb Jahren Frust und unterm Strich fast ergebnisloser Plackerei abzuziehen und mir andere Aufgaben zu geben. Ich könne und wolle nicht mehr.
Und hatte Erfolg. Er sagte, er wolle mich auf jeden Fall behalten, es gebe eine Reihe anderer Aufgaben, bei denen er mich brauchen könne. Die in den Startlöchern stehende Vermarktung des Produkts will er zudem am Montag per Rundmail einstweilen stoppen, bis die Kooperationpartner endlich die noch fehlenden Verträge und Konzepte untereinander vereinbart haben. (Das kam so prompt, dass ich vermute, dass er ganz froh war, einen Anlass dazu zu bekommen.) Und ich würde — bis auf wenige, unvermeidbare Aktivitäten — nichts mehr mit diesem Projekt zu tun haben. Wow.
Schon das zweite Mal in den letzten Wochen, wo es sich auszuzahlen scheint, dass ich eine lange Zeit des Runterschluckens und Immerwiederweitermachens beende. Wo mein Mut nicht bestraft, sondern belohnt wurde. (Okay, im anderen Fall steht die Reaktion noch aus; heute sollte der Brief in der gegnerischen Kanzlei eingetroffen sein. Aber mir geht es auch da zumindest schon mal deutlich besser, egal, was noch kommt.)
Jetzt müsste ich nur noch lernen, solche Schritte auch mal zu gehen, bevor sich der Ärger so hoch getürmt hat, dass ich sie zuvor mit schlaflosen Nächten und anschließend völliger Erschöpfung bezahle. Über seinen Schatten zu springen ist ganz schön anstrengend.
Und hatte Erfolg. Er sagte, er wolle mich auf jeden Fall behalten, es gebe eine Reihe anderer Aufgaben, bei denen er mich brauchen könne. Die in den Startlöchern stehende Vermarktung des Produkts will er zudem am Montag per Rundmail einstweilen stoppen, bis die Kooperationpartner endlich die noch fehlenden Verträge und Konzepte untereinander vereinbart haben. (Das kam so prompt, dass ich vermute, dass er ganz froh war, einen Anlass dazu zu bekommen.) Und ich würde — bis auf wenige, unvermeidbare Aktivitäten — nichts mehr mit diesem Projekt zu tun haben. Wow.
Schon das zweite Mal in den letzten Wochen, wo es sich auszuzahlen scheint, dass ich eine lange Zeit des Runterschluckens und Immerwiederweitermachens beende. Wo mein Mut nicht bestraft, sondern belohnt wurde. (Okay, im anderen Fall steht die Reaktion noch aus; heute sollte der Brief in der gegnerischen Kanzlei eingetroffen sein. Aber mir geht es auch da zumindest schon mal deutlich besser, egal, was noch kommt.)
Jetzt müsste ich nur noch lernen, solche Schritte auch mal zu gehen, bevor sich der Ärger so hoch getürmt hat, dass ich sie zuvor mit schlaflosen Nächten und anschließend völliger Erschöpfung bezahle. Über seinen Schatten zu springen ist ganz schön anstrengend.
[giardino, Freitag, 12. Februar 2010, 23:39] 660
Glückwunsch, Herr Giardino, zu dieser Erkenntnis. Und ja, lernen Sie diese Schritte, bevor sich der Ärger so hoch getürmt hat, dass Sie sie zuvor mit schlaflosen Nächten und anschließend völliger Erschöpfung bezahlen. Das ist wichtig.
Da sagen Sie was.
Mich lehrte allerdings auch die jüngere Vergangenheit, dass es auf die geradlinige Weise doch besser laufen kann, als man sich das vorher ausgemalt hat. Wenn nur nicht immer die eigenen Bedenken erstmal hemmen würden.
Schön, dass Ihre eine schiefliegende Baustelle nun gegen eine frische Herausfordeurng getauscht wird.
Mich lehrte allerdings auch die jüngere Vergangenheit, dass es auf die geradlinige Weise doch besser laufen kann, als man sich das vorher ausgemalt hat. Wenn nur nicht immer die eigenen Bedenken erstmal hemmen würden.
Schön, dass Ihre eine schiefliegende Baustelle nun gegen eine frische Herausfordeurng getauscht wird.
Glückwunsch zum Mut und zum Lohn dafür!
Ich kenne das nur zu gut, dieses lange Schlucken, viel zu lange, bei mir auch gerne bis zu dem Punkt, an dem dann die Bombe sich einfach meiner Kontrolle entzieht und dann platzt *booom* Sollten Sie eine brauchbare Strategie finden, schicken Sie sie doch bitte mal kurz bei mir vorbei, ja?
Ich kenne das nur zu gut, dieses lange Schlucken, viel zu lange, bei mir auch gerne bis zu dem Punkt, an dem dann die Bombe sich einfach meiner Kontrolle entzieht und dann platzt *booom* Sollten Sie eine brauchbare Strategie finden, schicken Sie sie doch bitte mal kurz bei mir vorbei, ja?
Danke! Dieses Post motiviert mich gerade ungemein dazu auch mal den Strich zu ziehen und auszuteilen!

