Es lief wirklich nicht schlecht; aus dem letzten, einstündigen Gespräch mit dem potentiellen neuen Teamleiter und zugeordnetem "Senior"-Kollegen vor knapp drei Wochen ging ich mit einem richtig guten Gefühl. Aber dann kamen wohl noch ein paar andere Bewerber, welche mit mehr Erfahrung aus der klinischen Disziplin, um die es gehen sollte. Jedenfalls bin ich raus.
Ich weiß, manchmal sollte man aufgeben zu hoffen, um Neues, Besseres links und rechts davon zu sehen. Aber auf irgendetwas in greifbarerer Nähe muss ich gerade hoffen — dann eben auf die Zusammenlegung unserer Geschäftseinheit mit einer anderen, die sicher mit weiteren Verschiebungen einhergehen wird. Irgendetwas dabei wird mich an eine neue, befriedigendere Position spülen. Spülen müssen. Ich meine, wie soll man seine Geduldsvorräte denn sonst mal wieder auffüllen? Hm, Schicksal? Hey, ich red mit dir!
Das Ironischste am heutigen Tag war dann aber — neben meinem 10jährigen Firmenjubiläum, was aber niemanden interessiert — dass unser Geschäftsführer zum ersten Mal in den zwei Jahren, die ich dort bin, aufmerksam zugehört hat, was bei meinem Produkt grundsätzlich schief läuft. Erstmals ohne meine Aussagen unwillig wegzuwischen hat er meine Sichtweise im Gegenteil voll bestätigt. Und mich auch noch explizit entlastet.
Wenn er selbst nicht, wie zumindest der Flurfunk zu wissen meint, in Kürze als unser Geschäftsführer abträte, ich hätte fast noch Lust bekommen, wie bisher weiterzumachen.
Ich weiß, manchmal sollte man aufgeben zu hoffen, um Neues, Besseres links und rechts davon zu sehen. Aber auf irgendetwas in greifbarerer Nähe muss ich gerade hoffen — dann eben auf die Zusammenlegung unserer Geschäftseinheit mit einer anderen, die sicher mit weiteren Verschiebungen einhergehen wird. Irgendetwas dabei wird mich an eine neue, befriedigendere Position spülen. Spülen müssen. Ich meine, wie soll man seine Geduldsvorräte denn sonst mal wieder auffüllen? Hm, Schicksal? Hey, ich red mit dir!
Das Ironischste am heutigen Tag war dann aber — neben meinem 10jährigen Firmenjubiläum, was aber niemanden interessiert — dass unser Geschäftsführer zum ersten Mal in den zwei Jahren, die ich dort bin, aufmerksam zugehört hat, was bei meinem Produkt grundsätzlich schief läuft. Erstmals ohne meine Aussagen unwillig wegzuwischen hat er meine Sichtweise im Gegenteil voll bestätigt. Und mich auch noch explizit entlastet.
Wenn er selbst nicht, wie zumindest der Flurfunk zu wissen meint, in Kürze als unser Geschäftsführer abträte, ich hätte fast noch Lust bekommen, wie bisher weiterzumachen.
[giardino, Donnerstag, 1. Juli 2010, 23:28] 675
ha.
aus genau diesem grund habe ich zu beginn des jahres den bereich gewechselt.
erfolgreich.
aus genau diesem grund habe ich zu beginn des jahres den bereich gewechselt.
erfolgreich.
Das klingt gut, meinen Glückwunsch! (Ich versuche das seit Dezember. Bislang erfolglos.)
mein vorteil waren zwei grundlegend unterschiedliche studienbereiche.
bluetenstaub,
Samstag, 3. Juli 2010, 13:05
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Und das gewohnte Terrain zu verlassen ist keine Option?
Über die große Firma hinaus: nein. Dafür bin ich mit dem Arbeitgeber prinzipiell (also über meine derzeitige Position und den Ärger mit dem Projekt/Produkt hinaus) zu zufrieden. Diese Bezahlung, generelle Arbeitsbedingungen, zwischenmenschliche Atmosphäre, all das zu riskieren, dafür ist der "Schmerz" dann doch nicht groß genug.
hora sexta,
Sonntag, 4. Juli 2010, 13:31
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Wie, 10jähriges Firmenjubiläum und es interessiert niemanden? Noch ein Grund mehr, eine neue (ich meine richtig neue) und befriedigendere Position nicht nur zu erhoffen, sondern anzustreben! Hauen Sie rein!
Es gibt Unternehmen, in denen zehnjährige Firmenjubiläen jemanden interessieren? Echt?
hora sexta,
Sonntag, 4. Juli 2010, 14:41
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Ja. Mit Sekt und Häppchen beim Chef und Urkunde und Meet and Greet und warmem Händedruck und einer Magnumflasche Wein mit einem Gutschein dran zur Einlösung beim Küchenchef, falls man selbst noch einen ausgeben will. Und zwar für jeden noch so kleinen Mitarbeiter (600 an der Zahl). So muss das, finde ich, und es tut wirklich gut und motiviert ungemein.
Gibt's bei uns nur zum 25sten. (Und zum 40sten, dessen Erleben aber — trotz ständig steigenden Rentenalters — Gott in meinem Fall verhüten möge). Aber das hat mir auch nicht wirklich etwas ausgemacht. Wohin ich wechseln will wäre derzeit auf jeden Fall immer noch im gleichen Konzern.
Hä? Ich finde es alles andere als erstrebendwert, zum 10ten mit Brimborium geknuddelt zu werden. Die allfälligen Geschenke wie Wein, Anstecknadel oder den Wälzer zur Firmengeschichte sind reine Geldverschwendung. Mein Chef oder meine Kollgegen dürfen mir gerne die Hände schütteln, wenn ein Projekt gut gelaufen ist, aber für 10 Jahre aushalten, was ein Quatsch.
gorillaschnitzel,
Dienstag, 6. Juli 2010, 02:49
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....ja, 10 Jahre werden manchmal -wenigstens mindestens manchmal ansatzweise- ein wenig gefeiert. Ich erhielt einenBlumenstrauss Topfpflanze, die nun aber auch schon wieder gestorben ist....(das 10jährige war letztes Jahr, die Pflanze starb vermutlich den Lichttod, den alle Pflanzen aus Baumärkten oder ähnlichen Ketten zwangsläufig erleiden)
Ach menno.

