Signor Giardinos ungefragte Weisheiten, mal wieder
Jemanden lieben können und mit jemandem zusammen sein können haben nicht die gleichen Voraussetzungen.
Für Ersteres braucht es keine Voraussetzung, keine Rechtfertigung. Ich kann jemanden lieben, ganz unabhängig davon, wie er sich mir und anderen gegenüber verhält, auch ungeachtet meiner eigenen Bedürfnisse.
Um aber zusammen sein zu können, erst recht auf lange Zeit, braucht es mehr als das. Natürlich Mindeststandards wie gegenseitiger Respekt und Gewaltlosigkeit. Dann emotionale Grundlagen wie Vertrauen, Aufmerksamkeit, fortgeschrittene wie ähnlicher Umgang mit Stärke und Schwäche (der eigenen wie der des Anderen), Freude an der Entwicklung und dem Glück des Anderen bis hin zu sehr profanen Dingen wie z. B. dem verantwortungsvollem Umgang mit (gemeinsamem) Geld.
Ich kann jemanden lieben, ohne dass ich ihm vertrauen würde, aber ich könnte nicht mit ihm zusammen sein. Die Liebe sollte eine Voraussetzung für das Zusammensein und -leben sein, sie ist vielleicht sogar die wichtigste. Aber sie ist es nicht alleine, sie darf nicht alle Defizite unter den Teppich kehren. Mag ich jemanden noch so lieben, mag die (zumeist nicht einmal allzusehr personenbezogene) Sehnsucht nach einem Zusammensein noch so groß sein; wenn das dauerhaftes Unglück bedeutet, dann muss ich mich lösen. Wie kann ich denn mit und für jemanden Anderen sein, wenn ich nicht einmal für mich selbst sorgen kann?
Das Festhalten an einer Geschichte ohne Zukunft hat vielleicht noch mit der Liebe zu tun. Aber sie kann nicht überdecken, dass es das Festhalten an einer Geschichte ohne Zukunft ist.
Für Ersteres braucht es keine Voraussetzung, keine Rechtfertigung. Ich kann jemanden lieben, ganz unabhängig davon, wie er sich mir und anderen gegenüber verhält, auch ungeachtet meiner eigenen Bedürfnisse.
Um aber zusammen sein zu können, erst recht auf lange Zeit, braucht es mehr als das. Natürlich Mindeststandards wie gegenseitiger Respekt und Gewaltlosigkeit. Dann emotionale Grundlagen wie Vertrauen, Aufmerksamkeit, fortgeschrittene wie ähnlicher Umgang mit Stärke und Schwäche (der eigenen wie der des Anderen), Freude an der Entwicklung und dem Glück des Anderen bis hin zu sehr profanen Dingen wie z. B. dem verantwortungsvollem Umgang mit (gemeinsamem) Geld.
Ich kann jemanden lieben, ohne dass ich ihm vertrauen würde, aber ich könnte nicht mit ihm zusammen sein. Die Liebe sollte eine Voraussetzung für das Zusammensein und -leben sein, sie ist vielleicht sogar die wichtigste. Aber sie ist es nicht alleine, sie darf nicht alle Defizite unter den Teppich kehren. Mag ich jemanden noch so lieben, mag die (zumeist nicht einmal allzusehr personenbezogene) Sehnsucht nach einem Zusammensein noch so groß sein; wenn das dauerhaftes Unglück bedeutet, dann muss ich mich lösen. Wie kann ich denn mit und für jemanden Anderen sein, wenn ich nicht einmal für mich selbst sorgen kann?
Das Festhalten an einer Geschichte ohne Zukunft hat vielleicht noch mit der Liebe zu tun. Aber sie kann nicht überdecken, dass es das Festhalten an einer Geschichte ohne Zukunft ist.
[giardino, Samstag, 16. Oktober 2010, 20:29] 459
bluetenstaub,
Samstag, 16. Oktober 2010, 21:12
(Permalink
)
Frau Blütenstaubs ungefragte Weisheit: Als Außenstehender in dieser Form über die Beziehung zweier Menschen zueinander zu urteilen ("hat nichts mehr mit Liebe zu tun"), ist anmaßend und herablassend.
Ich habe nicht über deine Beziehung geurteilt, die kenne ich nämlich gar nicht.
Aber du hast ansonsten recht, ich widerspreche mir an der Stelle selbst. Ich versuch den letzten Absatz anders auszudrücken.
Aber du hast ansonsten recht, ich widerspreche mir an der Stelle selbst. Ich versuch den letzten Absatz anders auszudrücken.
Fragt sich, ob sich hier überhaupt irgendjemand spezielles angesprochen fühlen will/soll/muss.

