Kurztrip
Nach nur drei Stunden Schlaf (ich sollte offenbar abends keine Dokus über Schlafmangel schauen) in aller Herrgottsfrühe nach Hamburg geflogen und dort im Schauerwetter mit S-Bahn und Bus und Fähre weiter zum Tagungshotel gefahren. Auf dem Weg dahin interessiert zugesehen, wie Busse hunderte von männlichen Anzug- und Outdoorjackenträgern ausspuckten, die von einer Werksfähre nach der anderen zum großen Flugzeugbauer über die Elbe geschippert wurden. Im Seminarraum den ganzen Tag den Blick auf den Fluss und den immer freundlicher werdenden Himmel gehabt, den vorbeiziehenden Riesenkähnen mit ihren hochhaushohen Containertürmen und den hereinfliegenden Buckelwal-Frachtflugzeugen zugeschaut. In den Pausen die Sonne auf die Nase scheinen lassen, die salzige Luft geatmet, den Schreien der Austernfischer und Möwen gelauscht, nach Ende des Seminars mit der Fähre drei mal hin und her gefahren (Sakko im Hotel vergessen), dann auf dem Rückweg zum Flughafen noch eine halbe Stunde auf dem Balkon einer Lieblingsbloggerin gesessen und Kaffee getrunken, wegen streikender griechischer Fluglotsen unfreiwillig zwei zusätzliche Stunden am Gate verbracht und durch die Glasfront der Sonne beim Untergehen zugesehen, auf dem Flug gnadenlos weggenickt, schließlich in Nürnberg von der Möwe abgeholt worden und nach 18 Stunden wieder zuhause.

[giardino, Donnerstag, 12. Mai 2011, 01:30] 802



isabo, Donnerstag, 12. Mai 2011, 02:07   (Permalink )
Sei froh, dass Du das mit den zwei zusätzlichen Stunden nicht vorher wusstest. Wärst Du hiergeblieben, hättest Du dies hier bekommen, und das war mächtig fies.

giardino, Donnerstag, 12. Mai 2011, 02:14   (Permalink )
Hihi, danke, dass du das jetzt ausprobiert hast, dann muss ich das nicht mehr. Das Rezept hatte ich nämlich auch auf dem Radar.

(Die URL von diesem Foodblog ist etwas anfällig für mutwillige Silbentrennungen, man könnte in diesem Fall also fast von Nomen est Omen sprechen. ;-)