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Mittwoch, 3. Februar 2010
Geburtstagsmenü
Mein Vater wurde in der vergangenen Woche 75. Und da erinnerten wir drei Geschwister uns, dass wir ihm schon einmal zum 50. Geburtstag ein Menü für seine Geburtstagsgesellschaft gekocht hatten. Das heißt, am Kochen selbst war ich damals noch nicht wirklich beteiligt, ich hatte mich eher so um die Tischdekoration gekümmert. Jedenfalls fanden wir das eine gute Idee, und so kamen wir letzten Freitag und Samstag zusammen, um in der nicht übermäßig großen Küche meiner Eltern ein viergängiges Menü für 16 Personen zuzubereiten (uns selbst inklusive). Die Möwe und ich waren für Antipasti und Nachspeise zuständig, mein Bruder kochte die Vorspeise und Schwester und Schwager kümmerten sich um Hauptspeise und Wein.
Das hätte ich nicht gedacht: So reibungslos, wie das ablief, geht es oft nicht einmal an einem einfachen Wochenende zu. Lecker war es, Gäste und Jubilar waren glücklich, wir auch. Und es hat soviel Spaß gemacht, dass wir jetzt nach bestimmt 15 Jahren gleich noch eine Tradition aufwärmen werden, nämlich dass wir Geschwister uns an Ostern treffen und uns was kochen. Ich freue mich schon drauf.
Antipasti
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Das hätte ich nicht gedacht: So reibungslos, wie das ablief, geht es oft nicht einmal an einem einfachen Wochenende zu. Lecker war es, Gäste und Jubilar waren glücklich, wir auch. Und es hat soviel Spaß gemacht, dass wir jetzt nach bestimmt 15 Jahren gleich noch eine Tradition aufwärmen werden, nämlich dass wir Geschwister uns an Ostern treffen und uns was kochen. Ich freue mich schon drauf.

Antipasti
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[giardino, 01:18] Permalink (3 Kommentare) 1161
Donnerstag, 28. Januar 2010
Schon während unserer Ehe hatte sie immer noch irgendwo heimliche Geldquellen, Sparbücher, was weiß ich. Wenn ich gegen eine gemeinsame Anschaffung war, kaufte sie sie sich plötzlich von »ihrem Ersparten«, das sie sich angeblich zuvor in ihren (3-4) Jahren als Jungkrankenschwester auf die Seite gelegt hatte, klar. Sogar die etwa 20.000 DM für unsere gebrauchte Familienkutsche kamen aus solchen Quellen, die sie mir nie offen gelegt hatte. In der übrigen Zeit war mein Einkommen unser Einkommen, und es schmolz merkwürdigerweise immer genau bis zum Monatsende weg, egal wie wenig es am Anfang und wie viel es plötzlich z. B. nach meinem Wechsel von der kleinen in die größere Firma waren. Ich selbst kaufte fast nichts, erst recht nicht für mich selbst, und konnte auch nie irgendetwas sparen, aber nun gut, als junger Vater war mir erst einmal wichtig, dass es uns doch insgesamt gut ging.
Den Trennungsunterhalt später rechneten die Anwälte aus, inklusive des damals noch üblichen (und üppigen) Unterhalts für sie selbst, solange sie die Kinder in Vollzeit betreuen musste. Ich hatte nichts dagegen, ich wollte ja schließlich auch, dass sie ausreichend für die Jungs da sein konnte. Nach der Scheidung blieb ihr Anteil immer gleich, und ich erneuerte von Zeit zu Zeit die Rechnung und erhöhte den Gesamtbetrag, z. B. wenn eines der Kinder in die nächsthöhere Altersstufe der Düsseldorfer Tabelle rutschte, oder ich selbst mit meinem Gehalt in das nächste Gehaltband.
Seit ein paar Jahren hatte ich das nicht mehr getan, trotz einer weiteren altersbedingten Erhöhung und gewachsenem Verdienst auf meiner Seite. Was aber dadurch überkompensiert wurde, dass sie inzwischen teilweise arbeitete. Für wieviel Gehalt, hat sie mir aber nie gesagt. Dass sie mir ungeachtet dessen mehrmals im Jahr die Ohren vollgejammert hat, wie teuer alles sei, und weitere zwei- und dreistellige Beträge für soetwas wie » Schulmaterial« und »Kleidung« aus den Rippen leierte, und dass mich seit ihrem Wegzug vor sechs Jahren jedes Wochenende mit den Kindern neben fünf Stunden Autofahrt alleine schon 40 Euro an Benzin kostet, nur am Rande.
Mit der erneuten, diesmal massiven Erhöhung der Unterhaltssätze zum 1. Januar war mir das jetzt genug Abweichung vom offiziellen Unterhalt, ich wollte endlich die Rechnung wieder korrekt haben. Nicht zuletzt, um nicht irgendwann rechtlich angreifbar zu werden. Ich rief sie letztens an, mir bitte einen Einkommensnachweis zu geben (Nettojahresgehalt, Steuerrückzahlungen etc.) und sich mal Gedanken zu machen, wie lange sie noch gedenke, Gattenunterhalt zu beziehen; ich würde jenen Anteil gerne spätestens in vier Jahren auslaufen lassen, wenn der Kleine 14 sei. Selbstverständlichkeiten, eigentlich, um die ich sie gebeten hatte. Die Reaktion am Telefon: ein viertelstündiger Heulausbruch. Sie käme halt nur so über die Runden, jetzt wolle ich ihr sicher den Unterhalt kürzen usw. usf. Steuerrückzahlung? Sie wisse überhaupt nicht, wie die Steuererklärung ginge, hätte doch niemanden, der das wüsste. (Anmerkung: Ihr Vater, der in ihrer Nähe wohnt, ist ehemaliger, einflussreicher Banker). Ich hatte sie noch getröstet und versichert, ich wolle nichts kürzen, nur Klarheit. Wir würden uns schon nicht zu ihrem Nachteil einigen, wie die ganzen letzten neun Jahre ja auch nicht.
Dann passierte die letzten zwei Wochen nichts. Bis gestern, wo ich plötzlich Post von Anwälten bekomme, ich solle mit zwei Wochen Frist alle möglichen aufgeführten Einkommensnachweise von mir zusenden, umgehend Kindes- und Gattenunterhalt nach den neuen Sätzen zahlen, ansonsten Klage.
Das war dumm von ihr. Die Zeit, in der ich — teils aus Angst vor ihren einzigen zwei möglichen Konfliktreaktionen (gewalttätiges Ausrasten oder Heulkrampf), teils aus gutem Willen im Sinne der Kinder — alles mitgemacht habe, in der ich um mir selbst treu zu bleiben kooperativ geblieben bin, ist mit diesem ihren Schachzug beendet. Nächste Woche habe ich mein Anwaltsgespräch, und jetzt, wo sie mein Angebot zur Einigung ausgeschlagen hat, werde ich dafür sorgen, dass ihr Unterhalt ganz gestrichen wird und sie zur Finanzierung ihres Lebensstandards (EFH mit großem Garten voller Dekoscheiß, Auto, 3 Nintendo DS, 1 Playstation usw. usf.) alleine aufkommen muss, wie es seit Neuestem Rechtssprechung ist. Und ich will endlich, endlich, dass sie ihre finanziellen Verhältnisse offen legen muss und ihr Lügengebäude darüber zusammenbricht. Dass sie es sich nicht mehr einfach so leisten kann, keine Steuererklärung zu machen.
Früher habe ich sie gehasst dafür, mich zu Reaktionen zu zwingen, die mir widerstreben, insbesondere, dass ich ihre in einem luziden Moment geäußerte Selbsteinschätzung, niemand halte es auf Dauer mit ihr aus, irgendwann mit meiner Trennung bestätigen musste. Jetzt ist langsam der letzte Rest Zuneigung erloschen, es macht mir nichts mehr aus. Wenn ich ehrlich bin, bin ich sogar irgendwie dankbar, das es jetzt so gekommen ist und sie meine letzten eierschalendünnen Illusionen über ihre Ehrlichkeit und Gesprächsbereitschaft zertreten hat.
Und ich weiß: Je mehr sie die Kinder jetzt mit hineinzieht und ihnen Dreck über mich erzählt (und das wird jetzt passieren), umso mehr werden sie sich irgendwann, ganz alleine, gegen sie wenden. Denn ein Prinzip werde ich im Gegenteil zu ihr sicher nicht verraten: dass zumindest meine Kleinen den anderen Elternteil so lieb haben dürfen, wie sie es tun.
Ich weiß, das ist alles furchtbar selbstgerecht und ich selbst würde solche Tiraden vermutlich bei anderen nicht lesen wollen, zumal ihr keine Möglichkeit habt rauszufinden, ob sich das alles wirklich so zugetragen hat. Ich suche hier auch keinen Applaus. Aber es muss raus, ich muss jetzt damit abschließen, jemand zu sein, der — womöglich auch nur aus einem vermeintlichen Überlegenheitsgefühl heraus, »der Klügere« und so — zu allem Ja und Amen sagt.
Den Trennungsunterhalt später rechneten die Anwälte aus, inklusive des damals noch üblichen (und üppigen) Unterhalts für sie selbst, solange sie die Kinder in Vollzeit betreuen musste. Ich hatte nichts dagegen, ich wollte ja schließlich auch, dass sie ausreichend für die Jungs da sein konnte. Nach der Scheidung blieb ihr Anteil immer gleich, und ich erneuerte von Zeit zu Zeit die Rechnung und erhöhte den Gesamtbetrag, z. B. wenn eines der Kinder in die nächsthöhere Altersstufe der Düsseldorfer Tabelle rutschte, oder ich selbst mit meinem Gehalt in das nächste Gehaltband.
Seit ein paar Jahren hatte ich das nicht mehr getan, trotz einer weiteren altersbedingten Erhöhung und gewachsenem Verdienst auf meiner Seite. Was aber dadurch überkompensiert wurde, dass sie inzwischen teilweise arbeitete. Für wieviel Gehalt, hat sie mir aber nie gesagt. Dass sie mir ungeachtet dessen mehrmals im Jahr die Ohren vollgejammert hat, wie teuer alles sei, und weitere zwei- und dreistellige Beträge für soetwas wie » Schulmaterial« und »Kleidung« aus den Rippen leierte, und dass mich seit ihrem Wegzug vor sechs Jahren jedes Wochenende mit den Kindern neben fünf Stunden Autofahrt alleine schon 40 Euro an Benzin kostet, nur am Rande.
Mit der erneuten, diesmal massiven Erhöhung der Unterhaltssätze zum 1. Januar war mir das jetzt genug Abweichung vom offiziellen Unterhalt, ich wollte endlich die Rechnung wieder korrekt haben. Nicht zuletzt, um nicht irgendwann rechtlich angreifbar zu werden. Ich rief sie letztens an, mir bitte einen Einkommensnachweis zu geben (Nettojahresgehalt, Steuerrückzahlungen etc.) und sich mal Gedanken zu machen, wie lange sie noch gedenke, Gattenunterhalt zu beziehen; ich würde jenen Anteil gerne spätestens in vier Jahren auslaufen lassen, wenn der Kleine 14 sei. Selbstverständlichkeiten, eigentlich, um die ich sie gebeten hatte. Die Reaktion am Telefon: ein viertelstündiger Heulausbruch. Sie käme halt nur so über die Runden, jetzt wolle ich ihr sicher den Unterhalt kürzen usw. usf. Steuerrückzahlung? Sie wisse überhaupt nicht, wie die Steuererklärung ginge, hätte doch niemanden, der das wüsste. (Anmerkung: Ihr Vater, der in ihrer Nähe wohnt, ist ehemaliger, einflussreicher Banker). Ich hatte sie noch getröstet und versichert, ich wolle nichts kürzen, nur Klarheit. Wir würden uns schon nicht zu ihrem Nachteil einigen, wie die ganzen letzten neun Jahre ja auch nicht.
Dann passierte die letzten zwei Wochen nichts. Bis gestern, wo ich plötzlich Post von Anwälten bekomme, ich solle mit zwei Wochen Frist alle möglichen aufgeführten Einkommensnachweise von mir zusenden, umgehend Kindes- und Gattenunterhalt nach den neuen Sätzen zahlen, ansonsten Klage.
Das war dumm von ihr. Die Zeit, in der ich — teils aus Angst vor ihren einzigen zwei möglichen Konfliktreaktionen (gewalttätiges Ausrasten oder Heulkrampf), teils aus gutem Willen im Sinne der Kinder — alles mitgemacht habe, in der ich um mir selbst treu zu bleiben kooperativ geblieben bin, ist mit diesem ihren Schachzug beendet. Nächste Woche habe ich mein Anwaltsgespräch, und jetzt, wo sie mein Angebot zur Einigung ausgeschlagen hat, werde ich dafür sorgen, dass ihr Unterhalt ganz gestrichen wird und sie zur Finanzierung ihres Lebensstandards (EFH mit großem Garten voller Dekoscheiß, Auto, 3 Nintendo DS, 1 Playstation usw. usf.) alleine aufkommen muss, wie es seit Neuestem Rechtssprechung ist. Und ich will endlich, endlich, dass sie ihre finanziellen Verhältnisse offen legen muss und ihr Lügengebäude darüber zusammenbricht. Dass sie es sich nicht mehr einfach so leisten kann, keine Steuererklärung zu machen.
Früher habe ich sie gehasst dafür, mich zu Reaktionen zu zwingen, die mir widerstreben, insbesondere, dass ich ihre in einem luziden Moment geäußerte Selbsteinschätzung, niemand halte es auf Dauer mit ihr aus, irgendwann mit meiner Trennung bestätigen musste. Jetzt ist langsam der letzte Rest Zuneigung erloschen, es macht mir nichts mehr aus. Wenn ich ehrlich bin, bin ich sogar irgendwie dankbar, das es jetzt so gekommen ist und sie meine letzten eierschalendünnen Illusionen über ihre Ehrlichkeit und Gesprächsbereitschaft zertreten hat.
Und ich weiß: Je mehr sie die Kinder jetzt mit hineinzieht und ihnen Dreck über mich erzählt (und das wird jetzt passieren), umso mehr werden sie sich irgendwann, ganz alleine, gegen sie wenden. Denn ein Prinzip werde ich im Gegenteil zu ihr sicher nicht verraten: dass zumindest meine Kleinen den anderen Elternteil so lieb haben dürfen, wie sie es tun.
Ich weiß, das ist alles furchtbar selbstgerecht und ich selbst würde solche Tiraden vermutlich bei anderen nicht lesen wollen, zumal ihr keine Möglichkeit habt rauszufinden, ob sich das alles wirklich so zugetragen hat. Ich suche hier auch keinen Applaus. Aber es muss raus, ich muss jetzt damit abschließen, jemand zu sein, der — womöglich auch nur aus einem vermeintlichen Überlegenheitsgefühl heraus, »der Klügere« und so — zu allem Ja und Amen sagt.
[giardino, 22:35] Permalink (18 Kommentare) 1120
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