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Mittwoch, 22. September 2010
Seit einer Woche jetzt jeden Tag mit dem Fahrrad im Büro gewesen, das sind etwa sechs Kilometer oder zwischen 15 und 20 Minuten einfach. In den letzten Jahren habe ich das höchstens so ein-zwei mal in der Woche hinbekommen, warum auch immer. Entweder war das Wetter nicht so gut und der Bus so bequem, oder die Möwe konnte mich praktischerweise mit dem Auto hinbringen oder auch abends auf ihrer Heimfahrt von der Arbeit wieder abholen (noch viel bequemer).
Derzeit passen unsere Arbeitszeiten aber nicht recht zusammen, zudem braucht man per Bus aufgrund einer Baustelle und eines zehnminütigen Umwegs an die 50 Minuten statt 35, und das Wetter war mir — zumindest letzte Woche, in der es recht regnerisch war — ein bisschen wurscht. Und siehe da, heute trete ich angestrengt eine Brücke hinauf und bekomme nicht diese leichten Kopfschmerzen und dieses schwindlige Gefühl, das ich seit Jahren! bei jeder größeren Anstrengung hatte, das mir Angst macht (zusammen damit, dass ich danach oft schnell krank wurde) und mich fatalerweise erst recht davon abgehalten hat, mich regelmäßig anzustrengen. Verschwunden, nur weil ich mal eine Arbeitswoche lang täglich auf dem Rad sitze, ts.
Ich fühle mich jedenfalls großartig. Und frage mich, ob nicht seelisches Wohlbefinden doch viel mehr vom körperlichen abhängt als ich mir so eingestehe.
Derzeit passen unsere Arbeitszeiten aber nicht recht zusammen, zudem braucht man per Bus aufgrund einer Baustelle und eines zehnminütigen Umwegs an die 50 Minuten statt 35, und das Wetter war mir — zumindest letzte Woche, in der es recht regnerisch war — ein bisschen wurscht. Und siehe da, heute trete ich angestrengt eine Brücke hinauf und bekomme nicht diese leichten Kopfschmerzen und dieses schwindlige Gefühl, das ich seit Jahren! bei jeder größeren Anstrengung hatte, das mir Angst macht (zusammen damit, dass ich danach oft schnell krank wurde) und mich fatalerweise erst recht davon abgehalten hat, mich regelmäßig anzustrengen. Verschwunden, nur weil ich mal eine Arbeitswoche lang täglich auf dem Rad sitze, ts.
Ich fühle mich jedenfalls großartig. Und frage mich, ob nicht seelisches Wohlbefinden doch viel mehr vom körperlichen abhängt als ich mir so eingestehe.
[giardino, 23:34] Permalink (7 Kommentare) 521
Dienstag, 21. September 2010
»Wann gibt's denn endlich was über die Bretagne?«,
fragt man mich. Ja, warum schreibe ich noch nichts (auch wenn sich schon ein, zwei Fotos auf sichtfeld finden)? Nicht so einfach. Zum einen bin ich sicher noch nie so erschöpft in einen Urlaub gegangen wie in diesen. Die erste Woche war ich z. B. im Wesentlichen damit beschäftigt, eine Erkältung wegzuschlafen. Sinn fürs Fotografieren, für Tonaufnahmen oder gar ein Reisetagebuch zu schreiben so wie letztes Jahr auf Sardinien hatte ich kaum. Aber auch wenn ich mich in diesen zwei Wochen an der Côte d'Emeraude am Ende ein wenig entspannt habe, so habe ich doch ganz generell seit langem nicht mehr zu meinem inneren Ruhepunkt gefunden, auch dort nicht, wo schönes Wetter, Umgebung, das gemeinsame Ferienhaus mit der Familie meiner Schwester (Strand in 500m Entfernung) und unsere allabendlichen Kochorgien eigentlich alle Voraussetzungen dazu geboten hätten.
Seit Arbeitsbeginn nun kommt hinzu, dass ich umso stärker spüre, wie weit ich mich innerlich von meinen Aufgaben entfremdet habe. So sitze ich jetzt da in diesem Schwebezustand, die jährliche leichte Herbstschwermut tut ein Übriges, weiß nichts rechtes mit mir anzufangen, fühle mich weder in mir noch meinen Tagesabläufen zuhause und sehne mich nach einer weiteren, noch längeren Auszeit, derweil sich in der Arbeit und privat Aufgaben stapeln und Pläne geschmiedet werden wollen. Der Urlaub ist für dieses Jahr so gut wie aufgebraucht, Überstunden weitgehend abgebaut — so langsam muss ich mir etwas anderes einfallen lassen, um wieder zu mir zu finden. Ob der Schlüssel dazu allein in einer neuen Aufgabe in der Arbeit liegt, wie ich mir zwischendurch ausmale, ich weiß nicht. Immerhin gibt es darauf gerade wieder Hoffnung. Von der Bretagne jedenfalls werde ich voraussichtlich nicht viel berichten, aber das eine oder andere Bild findet ihr dann nebenan.
Seit Arbeitsbeginn nun kommt hinzu, dass ich umso stärker spüre, wie weit ich mich innerlich von meinen Aufgaben entfremdet habe. So sitze ich jetzt da in diesem Schwebezustand, die jährliche leichte Herbstschwermut tut ein Übriges, weiß nichts rechtes mit mir anzufangen, fühle mich weder in mir noch meinen Tagesabläufen zuhause und sehne mich nach einer weiteren, noch längeren Auszeit, derweil sich in der Arbeit und privat Aufgaben stapeln und Pläne geschmiedet werden wollen. Der Urlaub ist für dieses Jahr so gut wie aufgebraucht, Überstunden weitgehend abgebaut — so langsam muss ich mir etwas anderes einfallen lassen, um wieder zu mir zu finden. Ob der Schlüssel dazu allein in einer neuen Aufgabe in der Arbeit liegt, wie ich mir zwischendurch ausmale, ich weiß nicht. Immerhin gibt es darauf gerade wieder Hoffnung. Von der Bretagne jedenfalls werde ich voraussichtlich nicht viel berichten, aber das eine oder andere Bild findet ihr dann nebenan.
[giardino, 18:07] Permalink (0 Kommentare) 324
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