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Samstag, 16. Oktober 2010
Signor Giardinos ungefragte Weisheiten, mal wieder
Jemanden lieben können und mit jemandem zusammen sein können haben nicht die gleichen Voraussetzungen.
Für Ersteres braucht es keine Voraussetzung, keine Rechtfertigung. Ich kann jemanden lieben, ganz unabhängig davon, wie er sich mir und anderen gegenüber verhält, auch ungeachtet meiner eigenen Bedürfnisse.
Um aber zusammen sein zu können, erst recht auf lange Zeit, braucht es mehr als das. Natürlich Mindeststandards wie gegenseitiger Respekt und Gewaltlosigkeit. Dann emotionale Grundlagen wie Vertrauen, Aufmerksamkeit, fortgeschrittene wie ähnlicher Umgang mit Stärke und Schwäche (der eigenen wie der des Anderen), Freude an der Entwicklung und dem Glück des Anderen bis hin zu sehr profanen Dingen wie z. B. dem verantwortungsvollem Umgang mit (gemeinsamem) Geld.
Ich kann jemanden lieben, ohne dass ich ihm vertrauen würde, aber ich könnte nicht mit ihm zusammen sein. Die Liebe sollte eine Voraussetzung für das Zusammensein und -leben sein, sie ist vielleicht sogar die wichtigste. Aber sie ist es nicht alleine, sie darf nicht alle Defizite unter den Teppich kehren. Mag ich jemanden noch so lieben, mag die (zumeist nicht einmal allzusehr personenbezogene) Sehnsucht nach einem Zusammensein noch so groß sein; wenn das dauerhaftes Unglück bedeutet, dann muss ich mich lösen. Wie kann ich denn mit und für jemanden Anderen sein, wenn ich nicht einmal für mich selbst sorgen kann?
Das Festhalten an einer Geschichte ohne Zukunft hat vielleicht noch mit der Liebe zu tun. Aber sie kann nicht überdecken, dass es das Festhalten an einer Geschichte ohne Zukunft ist.
Für Ersteres braucht es keine Voraussetzung, keine Rechtfertigung. Ich kann jemanden lieben, ganz unabhängig davon, wie er sich mir und anderen gegenüber verhält, auch ungeachtet meiner eigenen Bedürfnisse.
Um aber zusammen sein zu können, erst recht auf lange Zeit, braucht es mehr als das. Natürlich Mindeststandards wie gegenseitiger Respekt und Gewaltlosigkeit. Dann emotionale Grundlagen wie Vertrauen, Aufmerksamkeit, fortgeschrittene wie ähnlicher Umgang mit Stärke und Schwäche (der eigenen wie der des Anderen), Freude an der Entwicklung und dem Glück des Anderen bis hin zu sehr profanen Dingen wie z. B. dem verantwortungsvollem Umgang mit (gemeinsamem) Geld.
Ich kann jemanden lieben, ohne dass ich ihm vertrauen würde, aber ich könnte nicht mit ihm zusammen sein. Die Liebe sollte eine Voraussetzung für das Zusammensein und -leben sein, sie ist vielleicht sogar die wichtigste. Aber sie ist es nicht alleine, sie darf nicht alle Defizite unter den Teppich kehren. Mag ich jemanden noch so lieben, mag die (zumeist nicht einmal allzusehr personenbezogene) Sehnsucht nach einem Zusammensein noch so groß sein; wenn das dauerhaftes Unglück bedeutet, dann muss ich mich lösen. Wie kann ich denn mit und für jemanden Anderen sein, wenn ich nicht einmal für mich selbst sorgen kann?
Das Festhalten an einer Geschichte ohne Zukunft hat vielleicht noch mit der Liebe zu tun. Aber sie kann nicht überdecken, dass es das Festhalten an einer Geschichte ohne Zukunft ist.
[giardino, 20:29] Permalink (3 Kommentare) 459
[giardino, 15:26] Permalink (5 Kommentare) 408
Freitag, 8. Oktober 2010
Es ist doch ganz einfach
Wenn jemand in einer Sache keine eigenen Erfahrungen vorzuweisen hat — ob positive oder negative —, dann hat seine Meinung dazu wenig Wert, denn er ist vorurteilsbeladen, ahnungslos, übernimmt nur eine vorgefertigte Weltsicht von Anderen.
Wenn dagegen jemand in einer Sache eigene Erfahrungen vorzuweisen hat — ob positive oder negative —, dann hat seine Meinung dazu wenig Wert, denn er ist befangen, subjektiv, projiziert nur seine eigene Weltsicht auf Andere.
Wenn dagegen jemand in einer Sache eigene Erfahrungen vorzuweisen hat — ob positive oder negative —, dann hat seine Meinung dazu wenig Wert, denn er ist befangen, subjektiv, projiziert nur seine eigene Weltsicht auf Andere.
[giardino, 10:11] Permalink (1 Kommentar) 607
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