... neuere Einträge
Samstag, 13. Februar 2010
Bullebäuskes
Zu meiner Kinderzeit hat meine Mutter am Rosenmontag Bullebäuskes gebacken. Wie man anhand der Endung vielleicht ahnt, stammen sie vom Niederrhein: Kleine Krapfen aus einem Quark-Rührteig, in Fett ausgebacken, eine typische Karnevalsspezialität. Nachdem mir auf Fr. Crocos Kommentar hin einfiel, dass ich ja schon seit Ewigkeiten keine mehr gegessen hatte, kam heute die Möwe auf die Idee, welche zu backen. Ein ganz einfaches Rezept:
Für ca. zwei Dutzend tischtennisballgroße Bullebäuskes (die sind schnell verzehrt!):
125g Quark mit 2 Eiern, 50g Zucker und einem Päckchen Vanillezucker vermischen, dann mit 125g Mehl und einem halben Tütchen Backpulver zu einem Teig verrühren. Eine Handvoll Rosinen gehört nach meinem Geschmack unbedingt hinein, kann man aber natürlich weglassen. Dann teelöffelweise Teigbällchen abstechen und in heißem Fett ein paar Minuten ausbacken, bis sie appetitlich gebräunt sind. Auf Küchenpapier abkühlen (und Fett verlieren), mit Puderzucker bestäuben und möglichst bald verzehren.
Leicht, knusprig und fluffig, ein Gedicht.
Für ca. zwei Dutzend tischtennisballgroße Bullebäuskes (die sind schnell verzehrt!):
125g Quark mit 2 Eiern, 50g Zucker und einem Päckchen Vanillezucker vermischen, dann mit 125g Mehl und einem halben Tütchen Backpulver zu einem Teig verrühren. Eine Handvoll Rosinen gehört nach meinem Geschmack unbedingt hinein, kann man aber natürlich weglassen. Dann teelöffelweise Teigbällchen abstechen und in heißem Fett ein paar Minuten ausbacken, bis sie appetitlich gebräunt sind. Auf Küchenpapier abkühlen (und Fett verlieren), mit Puderzucker bestäuben und möglichst bald verzehren.

[giardino, 14:13] Permalink (10 Kommentare) 5337
Freitag, 12. Februar 2010
Aufwühlende Zeiten
Dass ich fast immer erst einen Tag brauche, um zu merken, dass gerade wieder etwas schief gelaufen ist, war vielleicht diesmal gar nicht schlecht. So stieg die ohnmächtige Wut (hat Wut auch mal nicht mit Ohnmacht zu tun?) über die 43. Änderung der Koordinaten in meinem Projekt erst über Nacht in mir auf. Und als ich heute morgen gerade aufgewühlt am offenen Büro meines Chefchefs vorbeikam, nutzte ich die Chance, stürmte hinein und bat ihn, mich aus diesem Projekt nach nunmehr anderthalb Jahren Frust und unterm Strich fast ergebnisloser Plackerei abzuziehen und mir andere Aufgaben zu geben. Ich könne und wolle nicht mehr.
Und hatte Erfolg. Er sagte, er wolle mich auf jeden Fall behalten, es gebe eine Reihe anderer Aufgaben, bei denen er mich brauchen könne. Die in den Startlöchern stehende Vermarktung des Produkts will er zudem am Montag per Rundmail einstweilen stoppen, bis die Kooperationpartner endlich die noch fehlenden Verträge und Konzepte untereinander vereinbart haben. (Das kam so prompt, dass ich vermute, dass er ganz froh war, einen Anlass dazu zu bekommen.) Und ich würde — bis auf wenige, unvermeidbare Aktivitäten — nichts mehr mit diesem Projekt zu tun haben. Wow.
Schon das zweite Mal in den letzten Wochen, wo es sich auszuzahlen scheint, dass ich eine lange Zeit des Runterschluckens und Immerwiederweitermachens beende. Wo mein Mut nicht bestraft, sondern belohnt wurde. (Okay, im anderen Fall steht die Reaktion noch aus; heute sollte der Brief in der gegnerischen Kanzlei eingetroffen sein. Aber mir geht es auch da zumindest schon mal deutlich besser, egal, was noch kommt.)
Jetzt müsste ich nur noch lernen, solche Schritte auch mal zu gehen, bevor sich der Ärger so hoch getürmt hat, dass ich sie zuvor mit schlaflosen Nächten und anschließend völliger Erschöpfung bezahle. Über seinen Schatten zu springen ist ganz schön anstrengend.
Und hatte Erfolg. Er sagte, er wolle mich auf jeden Fall behalten, es gebe eine Reihe anderer Aufgaben, bei denen er mich brauchen könne. Die in den Startlöchern stehende Vermarktung des Produkts will er zudem am Montag per Rundmail einstweilen stoppen, bis die Kooperationpartner endlich die noch fehlenden Verträge und Konzepte untereinander vereinbart haben. (Das kam so prompt, dass ich vermute, dass er ganz froh war, einen Anlass dazu zu bekommen.) Und ich würde — bis auf wenige, unvermeidbare Aktivitäten — nichts mehr mit diesem Projekt zu tun haben. Wow.
Schon das zweite Mal in den letzten Wochen, wo es sich auszuzahlen scheint, dass ich eine lange Zeit des Runterschluckens und Immerwiederweitermachens beende. Wo mein Mut nicht bestraft, sondern belohnt wurde. (Okay, im anderen Fall steht die Reaktion noch aus; heute sollte der Brief in der gegnerischen Kanzlei eingetroffen sein. Aber mir geht es auch da zumindest schon mal deutlich besser, egal, was noch kommt.)
Jetzt müsste ich nur noch lernen, solche Schritte auch mal zu gehen, bevor sich der Ärger so hoch getürmt hat, dass ich sie zuvor mit schlaflosen Nächten und anschließend völliger Erschöpfung bezahle. Über seinen Schatten zu springen ist ganz schön anstrengend.
[giardino, 23:39] Permalink (4 Kommentare) 662
... ältere Einträge

